Liste der denkmalgeschützten Objekte in Proleb

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Proleb enthält die denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Proleb im steirischen Bezirk Leoben, wobei die Objekte teilweise per Bescheid und teilweise durch Verordnung (§ 2a des Denkmalschutzgesetzes) unter Schutz gestellt wurden.[1]

Inhaltsverzeichnis

Denkmäler

Foto   Denkmal / Status Standort / GstNr. Beschreibung
BW Datei hochladen Kath. Pfarrkirche hl. Martin und Friedhof mit Ummauerung und Portal
ObjektID: 57495
Status: § 2a
Proleb 266
Standort
KG: Proleb
GstNr.: .12; 404
Die Pfarrkirche hl. Martin wurde urkundlich 1148 erstmals erwähnt, die Kirche war Filialkirche der 1903 abgebrochenen Pfarrkirche St. Veit am Veitsberg, ehe sie 1813 eine eigene Pfarre wurde. Der Chor ist gotisch, das Schiff würde 1666 barockisiert.

Der gotische Chor mit Fünfachtelschluss zeigt Kreuzrippen auf einfachen Konsolen und einen runden Schlussstein, der Fronbogen ist rund. Das Langhaus ist vierjochig und wird von einem Kreuzgratgewölbe auf einfachen Wandpilastern gedeckt. Der kreuzförmige Grundriss der Kirche entsteht durch die beiden das östliche Joch erweiternden Kapellen mit Tonnengewölbe. Die Fenster sind barock. Die dreiachsige Westempore ruht auf Pfeilern, darunter Kreuzgratgewölbe. Die Empore hat eine vorgezogene Holzbrüstung mit gedrechselten Docken. Der Westturm ist viergeschoßig mit einer offenen Turmhalle und wird von einem Spitzhelm abgeschlossen. Unterhalb der Sakristei nördlich des Chores befindet sich eine Gruft.

Der Hochaltar ist mit 1668 datiert, das Altarbild stammt vermutlich von Johann Baptist Columba. Die Seitenaltäre mit Knorpelwerkornament, der rechte ein Pestaltar, stammen aus etwa derselben Zeit. Die Kanzel trägt am Korb Bilder der vier Kirchenväter. Die Orgel aus dem Jahre 1818 hat ein barockes Gehäuse. Der Taufstein ist barock, um 1670. Neben dem Bildnis der hl. Katharina von Siena, das mit C. Laubmann bezeichnet ist, beherbergt die Kirche noch zwei weitere Bilder vom Ende des 17. Jahrhunderts und spätbarocke Kreuzwegbilder. Die Statue des hl. Johann Nepomuk stammt etwa aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, der Glasluster aus der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts, die Glocke von Medardus Reig aus dem Jahre 1692.

Das westliche Friedhofsportal stammt aus der Zeit um 1670, sein schmiedeeisernes Gitter vom Ende des 18. Jahrhunderts.

Legende

Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:[1]

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich zwei Symbole:
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Denkmal / Status: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Der Status darunter gibt an, ob das Objekt per Bescheid oder mittels Verordnung (gemäß § 2a Denkmalschutzgesetz)[2] unter Schutz gestellt wurde. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter sind die Katastralgemeinde (KG) und die Grundstücksnummer (GstNr.) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Adresse. Außerdem ist es möglich, die Tabelle nach der Katastralgemeinde zu sortieren.

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Literatur

  • Kurt Woisetschläger, Peter Krenn: Dehio Handbuch – Die Kunstdenkmäler Österreichs: Steiermark (ohne Graz). Topographisches Denkmälerinventar, hrsg. vom Bundesdenkmalamt, Abteilung für Denkmalforschung. Verlag Anton Schroll. Wien 1982. ISBN 3-7031-0532-1.

Einzelnachweise

  1. a b Steiermark – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz (Stand: 6. Juni 2012) (pdf)
  2. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.
Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google oder Bing