Ludwig Vesely (Widerstandskämpfer)

Ludwig Vesely, genannt Vickerl Vesely, (* 5. Juli 1919 in Wien; † 30. Dezember 1944 im KZ Auschwitz) war ein österreichischer Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, Kommunist und gehörte dem konspirativen Lagerwiderstand im KZ Auschwitz an.

Leben

Vesely, von Beruf Feinmechaniker, wurde nach dem „Anschluss“ von Österreich an das Deutsche Reich festgenommen und wegen kommunistischer Betätigung im Oktober 1938 zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Vesely wurde am 15. Mai 1939 in das KZ Dachau und von dort am 15. April 1942 in das Stammlager des KZ Auschwitz überstellt.[1][2]

Vesely war Funktionshäftling und gehörte zunächst der 1942 entstandenen österreichischen Widerstandsgruppe im Stammlager an. Weitere Mitglieder der Widerstandsgruppe waren Alfred Klahr, Hermann Langbein, Ludwig Soswinski, Ernst Burger und Rudolf Friemel.[3] Im Mai 1943 entstand aus der österreichischen Widerstandsgruppe und dem polnischen Lagerwiderstand die Kampfgruppe Auschwitz.[4] Am 30. Dezember 1944 wurde Vesely aufgrund von „Fluchtbegünstigung“ gemeinsam mit Burger und Friemel sowie zwei polnischen Häftlingen auf dem Appellplatz des Stammlagers vor den angetretenen 15.000 Häftlingen gehängt.[5]

In Wien 3, Grasbergergasse 9 erinnert heute eine Gedenktafel an Ludwig Vesely.[1]

Literatur

  • Hermann Langbein: Menschen in Auschwitz. Frankfurt am Main, Berlin Wien, Ullstein-Verlag, 1980, ISBN 3-548-33014-2.

Einzelnachweise

  1. a b Österreicher im Widerstand
  2. Fotos aus der Erkennungsdienstlichen Kartei der Gestapo Wien auf www.döw.at
  3. Rudolf Kropf: "Die Befreiung von Auschwitz", S. 3 in: auschwitz information, 67. Ausgabe, Jänner 2005, Institut für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Johannes Kepler Universität Linz (pdf)
  4. Hermann Langbein: Menschen in Auschwitz., 1980, S. 304f.
  5. Hermann Langbein: Menschen in Auschwitz., 1980, S. 304f