Lukan von Säben

Lukan von Säben (Hl. Lucanus) ist ein katholischer Heiliger des 5. Jahrhundert, er wird manchmal als Bischof von Säben (Südtirol) bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Außerhalb des engeren Gebietes seines ehemaligen Wirkens ist der Hl. Lukanus kaum bekannt. Er soll in der ersten Hälfte des 5. Jahrhunderts Bischof von Säben (oberhalb von Klausen) gewesen sein, das schon seit dem Mittelalter nicht mehr Bischofssitz ist.

Lukan musste von dort fliehen und kam in die Gegend von Agordo in der heutigen italienischen Provinz Belluno. Dort wurde er auch begraben. Seine Gebeine ruhen in der Kathedrale der Stadt Belluno, ein Teil kam auch nach Brixen.

Spuren

In der Diözese Belluno-Feltre sind mindesten zwei Kirchen dem Hl. Lukan (italienisch San Lucano oder Lugano) geweiht. Auch ein Tal in der Nähe von Agordo trät seinen Namen.[1] Der Pass, der vom Etschtal in das Fleimstal führt, heißt San-Lugano-Sattel; hier soll er sich auf seiner Flucht aufgehalten haben. Hingegen wird der Name des bekannten Ortes Lugano im Tessin nicht von diesem Personennamen hergeleitet. Dargestellt wird der Heilige mit Mitra und Regenmantel, den er zum Trocknen auf einen Sonnenstrahl hängt.[2].

Legende

Vieles was über ihn erzählt wird, ist den Legenden zuzuordnen, von denen sich einige um sein Leben ranken. So wird beispielsweise erzählt, dass er auf einem Bären ritt, der sein Pferd gerissen hatte.[3] Dieses Element findet sich auch in der Legende über den Hl. Romedius, dessen Wirkungsbereich geografisch sehr nahe liegt.

Gedenktag

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Heilige und Selige - Site auf italienisch
  2. Heiligenlexikon
  3. Eduard Widmoser: Südtirol A-Z, Band 4 (O-Z), Südtirol-Verlag, Innsbruck 1995, S.