Money Maker

Seriendaten
Originaltitel Money Maker
Moneymaker.png
Produktionsland Österreich
Produktionsjahr(e) seit 1996
Produktions-
unternehmen
ORF
Länge 5 Minuten
Ausstrahlungs-
turnus
täglich um 19:22 Uhr
Genre Spielshow
Musik „Es rieselt Geld“ von Alexander Rüdiger
Moderation bis 2006: Alex Krause
seit 2007: Alexander Rüdiger
Die Zusatzscheine von 2012
Moderator Alexander Rüdiger

Money Maker ist eine österreichische Spielshow, die jedes Jahr im öffentlich-rechtlichen Fernsehsender ORF 2 ausgestrahlt wird. Die Kandidaten der Sendung versuchen in einer Gelddusche so viel Geld wie möglich zu fangen. Um an der Show teilnehmen zu können, muss der Kandidat beim gleichnamigen Rubbellos, welches von den Österreichischen Lotterien vertrieben wird, drei ORF-Symbole auf einem einzelnen Los aufrubbeln. Seit kurzem kann man u. U. auch mit drei Rubbellosen, die jeweils zwei dieser Symbole aufweisen, an der Sendung teilnehmen. Die Sendung ist, am Marktanteil gemessen, eine der erfolgreichsten Spielshows im öffentlich-rechtlichen Fernsehen.[1]

Inhaltsverzeichnis

Show

Verlauf

Zu Beginn der Sendung begrüßt der Moderator das Publikum sowie den Kandidaten, welcher zeitgleich mit der Begrüßung das Studio betritt. In älteren Sendungen wurde der Teilnehmer gefragt, ob er sogenannte Zusatzscheine aktivieren wolle oder nicht; diese Scheine waren in etwa so groß wie eine Eurobanknote und wurden der Gelddusche hinzugefügt. Fing man den roten Schein, so verdoppelte sich der Gewinn, die gelbe Imitation einer Banknote sorgte für eine Halbierung der Geldsumme. In der Staffel, welche 2012 ausgestrahlt wurde, ersetzte man dieses Element durch ein anderes. Vor der Gelddusche muss sich nun der Teilnehmer – vergleichbar mit einem Hütchenspiel – für eine von drei Karten, die verdeckt vor ihm liegen, entscheiden. Dadurch ist es möglich, die dreißig Sekunden Spielzeit um zehn weitere Sekunden zu erweitern. Mit einer anderen Karte lässt sich der Gewinn verdoppeln. Die dritte Karte bringt keinerlei Vorteile mit sich. Nach dem sich der Kandidat auf eine Option festgelegt hat, betritt er die Gelddusche genannte Glaskabine. Nachdem die Türe ins Schloss gefallen ist, werden Geldscheine in die Kabine geleitet und durch eine Windmaschine in Bewegung gehalten. Nun versucht der Spieler so viele Geldscheine zu fangen, wie es ihm möglich ist. Die Banknoten gibt er nun in die Taschen seines Overalls, welcher ihm für die Sendung zur Verfügung gestellt wurde. In den letzten Sekunden begibt sich der Gast in eine Position, die es erlaubt, nach dem Ausschalten des Gebläses, herunterfallende Geldscheine aufzufangen. Das Geld wird anschließend gezählt. Während der Zählung findet ein Zuschauerspiel statt, bei dem zwei Zuseher eine virtuelle Rubbelkarte mit Feldern, die von 1 bis 9 nummeriert sind, aufrubbeln müssen. Dazu wählt der erste Mitspieler ein beliebiges Feld aus, welches anschließend freigemacht wird. Unter diesen Feldern befinden sich drei Abbildungen von Wiener Philharmonikern sowie sechs Nieten. Wer das dritte Feld mit einem Wiener Philharmoniker aufrubbelt, gewinnt eine dieser Münzen.

Hintergründe

Die Begrüßung, Vorstellung der Teilnehmer und die Gelddusche werden aufgezeichnet, das darauffolgende Zuseherspiel wird live ausgestrahlt.

Während der Gelddusche ist es dem Kandidaten erlaubt, frei umherfliegende Geldscheine zu fangen und in die Taschen des Overalls zu stecken. Er darf keinesfalls zu den Düsen fassen, Geld vom Boden aufheben oder Scheine von der Decke bzw. den Wänden nehmen. Ob die Regeln eingehalten werden, prüft eine Notarin. Bevor jemand, der sich qualifizieren konnte, an der Sendung teilnehmen kann, werden ihm Verhaltensanweisungen und die Spielregeln in einer Art Kurs nahegelegt.

Der höchste Gewinn, der seit 2006 erzielt wurde, betrug 15.000 Euro. Der Gewinner stammte aus Kärnten und fing Geldscheine im Wert von 7.500 Euro. Mithilfe eines Zusatzscheins konnte er diese Summe verdoppeln. Die Gelddüsen transportieren stets 63.750 Euro in die Gelddusche.

Der höchste Gewinn überhaupt betrug 29.300 Euro.

Off-Air-Termine

Zuseher, die nach Ende der Ausstrahlung Rubbellose mit drei ORF-Symbolen aufrubbeln, erhalten einen Nachtragstermin im Herbst. Diese Geldduschen werden allerdings nicht im Fernsehen ausgestrahlt.

Staffel 2012

2012 verfolgten durchschnittlich 622.000 Zuseher (38 % Marktanteil) die Staffel, an der 56 Kandidaten teilnahmen und insgesamt 309.000 Euro gewannen. Im Schnitt gewann jeder Teilnehmer 5.518 Euro, der Höchstgewinn wurde von einem Steirer erzielt. Dieser betrug 11.300 Euro. Die meisten Teilnehmer der Staffel stammten aus Niederösterreich. Die höchsten Zuseherzahlen konnten am 9. sowie am 25. Juli verzeichnet werden. An diesen Tagen sahen bis zu 766.000 Zuseher die Sendung.[1]

Rubbellos

Das Rubbellos

Das dazugehörige Rubbellos der Österreichischen Lotterien kostet 3 Euro und verspricht einen Höchstgewinn von 10.000 Euro. Werden drei gleiche Geldbeträge aufgerubbelt, so erhält der Teilnehmer dieser Sofortlotterie diesen Gewinn einmal. Ein Los bietet neben der eigentlichen Rubbelfläche auch ein zusätzliches Bonusfeld mit weiteren Gewinnmöglichkeiten. In der Losserie von 2012, die aus 1,8 Millionen Lose besteht, existieren lediglich 100 Lose mit drei ORF-Symbolen.

Gewinntabelle
Anzahl pro Serie Gewinn
10 mal 10.000 Euro
15 mal 1.000 Euro
100 mal Einladung in die Spielshow
100 mal 500 Euro
1.500 mal 100 Euro
7.500 mal 15 Euro
75.000 mal 9 Euro
130.000 mal 6 Euro
374.500 mal 3 Euro
1.211.275 mal Niete

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b ORF Kundendienst - ORF 2: Sendungen von A - Z: Money Maker