Notburga-Museum

Das Notburga-Museum in Eben am Achensee in Tirol dokumentiert die Lebensgeschichte der Notburga von Rattenberg. Es befasst sich als einziges Museum in Österreich mit einer heiligen Frau.

Das Museum befindet sich unmittelbar hinter der Kirche zur Hl. Notburga im ehemaligen Pfarrhof. Mit der Pfarr- und Wallfahrtskirche, dem Messnerhaus und dem Museum wird ein bemerkenswertes Ensemble barocker Baukunst gebildet.

Die Themenbereiche der Ausstellung umfassen Legende und historische Wahrheit, die Situation des unterprivilegierten Hauspersonals, Notburga als Adressatin in allen Nöten des Lebens sowie Kunst und Kunsthandwerk im Zusammenhang mit der Heiligenverehrung. Sie werden in fünf Räumen dargestellt.

2003 fasste die Pfarre den Entschluss zur Museumsgründung. Anschließend wurden die Objekte in Zusammenarbeit mit dem Tiroler Kunstkataster wissenschaftlich inventarisiert und restauriert. 2004 öffnete das Museum. Museumsbetreiber ist die Pfarre St. Notburga. Unterstützung erhält sie vom Bundesdenkmalamt (Abteilung Museen), von Bibliotheken, dem Landeskonservatorat Tirol sowie vom Land Tirol (Abteilung Kultur) und der Gemeinde Eben. Der Großteil der Schauobjekte befindet sich im Eigentum der Pfarre. Einige Leihgaben vervollständigen die Schausammlung.

2007 erhielt das Museum den mit 6.000 Euro dotierten Tiroler Museumspreis 2006 mit der Begründung, das Museum setze sich unter dem Motto „Verehrung einer couragierten Frau als Heilige im Wandel der Zeit“ als einziges Museum in Österreich mit der Lebensgeschichte einer Heiligen auseinander und erfülle in hohem Maße die Voraussetzungen für ein modernes Museum.[1]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. ORF.at: Tiroler Museumspreis für Notburga-Museum, 15. Juni 2007.

47.41333333333311.763055555556Koordinaten: 47° 24′ 48″ N, 11° 45′ 47″ O