Paul Kray von Krajowa

Paul Kray von Krajowa

Paul Freiherr Kray von Krajowa (* 5. Februar 1735 in Kesmark; † 19. Januar 1804 in Pest) war ein österreichischer Feldzeugmeister.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Kray trat 1754 in das österreichische Heer ein, stieg früh zum Major auf und warf 1784 in Siebenbürgen den Aufruhr der Walachen nieder. Im Türkenkrieg zeichnete er sich bei Porcseny und am Vulkanpass aus. Er wurde dann 1790 Generalmajor und befehligte 1793 die Vorhut des Heeres in den Niederlanden. 1796 schlug Kray bei Wetzlar die Franzosen unter Jean-Baptiste Kléber und trug viel zu den Siegen bei Amberg und Würzburg bei. Er kämpfte 1797 mit wenig Glück bei Gießen und vor Frankfurt am Main. 1799 übernahm er den Oberbefehl der Truppen in Italien, wo er das französische Heer unter Scherer bei Verona, Legnago und Magnano schlug und später Mantua eroberte.

Kray wurde zum Feldzeugmeister befördert und trug noch wesentlich zu den bei Novi und Fossano erkämpften Erfolgen bei. In Deutschland, wo er 1800 nach dem Erzherzog Karl den Oberbefehl übernahm, focht er jedoch unglücklich. Der französische Erfolg in der Schlacht bei Höchstädt veranlasste ihn zum Rückzug seines Heeres in Richtung Inn. Der Abschluss des Waffenstillstands bei Parsdorf am 15. Juli beendigte seine militärische Karriere.

Paul Kray von Krajowa starb am 19. Januar 1804 in Pest (Budapest).

Rezeption

Durch die kaiserliche Entschließung von Franz Joseph I. vom 28. Februar 1863 wurde Paul Kray von Krakowa in die Liste der „berühmtesten, zur immerwährenden Nacheiferung würdiger Kriegsfürsten und Feldherren Österreichs“ aufgenommen, zu deren Ehren und Andenken auch eine lebensgroße Statue in der Feldherrenhalle des damals neu errichteten k.k. Hofwaffenmuseums (heute: Heeresgeschichtliches Museum Wien) errichtet wurde. Die Statue wurde 1868 vom Bildhauer Nikolaus Vay (1828-1886) aus Carrara-Marmor geschaffen, gewidmet wurde sie von Kaiser Franz Joseph selbst.[1]

Seit 1888 trug das österreichische Infanterieregiment Nr. 67 seinen Namen.

Im Jahr 1913 wurde in Wien Donaustadt (22. Bezirk) die Kraygasse nach ihm benannt.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Johann Christoph Allmayer-Beck: Das Heeresgeschichtliche Museum Wien. Das Museum und seine Repräsentationsräume. Kiesel Verlag, Salzburg 1981, ISBN 3-7023-0113-5, S. 30