Paul Rübig

Paul Rübig (* 6. Mai 1953 in Wels) ist ein Mitglied des Europäischen Parlaments und seit 2003 Präsident der SME Global.

Paul Rübig

Inhaltsverzeichnis

Ausbildung

Nach seiner Schulzeit in Wels und Steyr studierte Rübig zwischen 1972 und 1978 Betriebswirtschaft, Marketing und Produktionstechnik an der Universität Linz. Anschließend war er bis 1984 als Doktorand an der Universität Linz, am Institut für Revisions-, Treuhand- und Rechnungswesen.

Politische Laufbahn

Rübig wurde 1991 als Abgeordneter in den Oberösterreichischen Landtag gewählt, dem er bis 1995 angehörte. Am 15. Januar 1996 wurde Rübig als Abgeordneter zum Österreichischen Nationalrat vereidigt. Nur 10 Tage später, am 25. Januar 1996, zog er als Abgeordneter seiner Partei ins Europäische Parlament ein. Rübig war zwar de jure 10 Tage Nationalratsabgeordneter, da aber in dieser Zeit das Parlament nur einmal tagte, fungierte Rübig auch nur de facto einen Tag als Abgeordneter. Paul Rübig zählt somit zu den Nationalratsabgeordneten mit der kürzesten Amtszeit in der Geschichte Österreichs.

Aufgabenbereiche im Europäischen Parlament

Im Europäischen Parlament ist Rübig Mitglied der EVP-Fraktion und gehört dem Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie an. Er ist gleichzeitig Mitglied der Delegation für die Beziehungen zur Schweiz, zu Norwegen und Island sowie zum Gemischten Parlamentarischen Ausschuss Europäischer Wirtschaftsraum (EWR). Als stellvertretendes Mitglied gehört er auch der Delegation für die Beziehungen zu Australien und Neuseeland an. Des Weiteren ist er Stellvertretendes Mitglied im Haushaltsausschuss und im Haushaltskontrollausschuss, sowie stellvertretendes Mitglied im Nichtständigen Ausschuss zum Klimawandel. Rübig bekleidet den Posten des EVP-ED-Mittelstandssprechers im WTO Steering Committee. Er ist daneben auch stellvertretender Klubobmann und Schatzmeister des ÖVP-Europaklubs im Europäischen Parlament, Vorsitzender von STOA (Scientific Technology Options Assessment) und Mitglied der Koordinationsgruppe zur Lissabon-Strategie.

Sonstige Tätigkeiten

Rübig war von 1993 bis 1999 Vorsitzender des SME-Circle 1993-1999, war 1996 Gründungsmitglied des Europäischen Wirtschaftsbundes (SME-Union) und Vizepräsident der Wirtschaftskammer Oberösterreich in den Jahren 1996 bis 2000. Als Spartenobmann-Stellvertreter Sektion Industrie wirkt er seit 2000 und war von 1999 bis 2001 Co-Präsident des Wirtschaftsbundes der Europäischen Volkspartei (SME UNION) von 1999-2001. Dort übernahm er 2001 die Präsidentschaft, die er bis 2003, als er Präsident von SME-Global, einem wirtschaftspolitischem Thinktank innerhalb der EVP wurde, innehatte.

Auszeichnungen

Kontroverse

Paul Rübig wurde 2011 vorgeworfen, einen Interessenkonflikt zu haben, da er über eine Firmenbeteiligung Geschäfte mit verschiedenen Ölkonzernen machte und gleichzeitig als Mandatar deren Interessen im Gesetzgebungsprozess vertreten haben soll.[2][3]

Publikationen

  • Mühlbacher, Hans / Rübig, Paul: Internationale Patent- und Lizenzpolitik, Marketingstudie 6. 1979.
  • Rübig, Paul (Hrsg.): Lizenzmarketing, Trauner Verlag, Herausgeber Kulhavy 1984.
  • Kaspar, Achim / Rübig, Paul (Hrsg.): Telekommunikation - Herausforderung für Österreich, Signum Verlag. 1997
  • Kaspar, Achim / Rübig, Paul (Hrsg.): Telekommunikation II, Signum Verlag. 1999
  • Kaspar, Achim / Rübig, Paul (Hrsg.): e-wwworld>2000, Linde Verlag. 2000
  • Kaspar, Achim / Rübig, Paul (Hrsg.): Telekommunikation IV. Sternzeit 2010, Linde Verlag 2006
  • De Fouloy, Christian / Rübig, Paul: The way to a united Europe, Unicorn Verlag. 2004.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952
  2. Vorwürfe gegen EU-Mandatar Paul Rübig, orf.at, 11. Juni 2011
  3. Lobby-Vorwürfe gegen ÖVP-EU-Mandatar, orf.at, 18. Juni 2011