Pfarrkirche Kirchberg in Tirol

Pfarrkirche Kirchberg
Detailansicht

Die Pfarrkirche Kirchberg ist die römisch-katholische Pfarrkirche des Ortes Kirchberg in Tirol. Sie ist dem Hl. Ulrich von Augsburg geweiht und steht am Rande einer Terrasse auf 827 Meter Seehöhe. Sie war der Mutterpfarre Brixen im Thale zugeordnet und gehört heute zu dessen Dekanat.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Älteste Spuren für die Besiedlung Kirchbergs gehen in die vorgeschichtliche Zeit zurück, nämlich in die jüngere Bronzezeit (1100-900 v. Chr.). Um die Mitte des 6. Jh. begann die Landnahme durch die Baiern.

Im Jahre 902 schenkte der königliche Ministeriale Radolt das Prichsental mit Sperten oder Kirchberg den Bischöfen von Regensburg, die es durch Vögte verwalten ließen. 1241 wird Sperten als Bezeichnung des Dorfes unter dem „Chirchberg“ erstmals genannt. 1333 wird von der „Gemeinschaft vom Pfarrvolk von Sperten“ gesprochen. 1377 verpfändete Bischof Konrad VI. von Haimberg das Brixental mit Kirchberg an Bischof Friedrich von Chiemsee. 1380 verkaufte der es gegen Zahlung von 18.000 ungarischen Gulden mit dem Vorbehalt eines Rückkaufes und 1385 gegen eine Zahlung von weiteren 8000 ungarischen Gulden für immer an den Erzbischof von Salzburg. 1816 wurde die Vereinigung des Brixentales beschlossen und damit wurde auch Kirchberg in Tirol ein Teil Salzburgs.

Gründungslegende

Die „Kirche am Berg“, nach der Kirchberg seit dem 14. Jahrhundert heißt, sollte der Ortsüberlieferung zufolge ursprünglich im Ort erbaut werden. Bevor jedoch das Dach mit Holzschindeln gedeckt wurde, hätten Tauben diese Schindeln auf den Berg getragen. Die Kirchberger hätten darin ein Zeichen von Gott gesehen und daraufhin die Kirche an der heutigen Stelle oberhalb der Siedlung erbaut. Patrozinium war bis 1426 St. Michael, heute ist die Pfarrkirche dem Hl. Ulrich von Augsburg geweiht.

Die Pfarrkirche

Im 15. Jahrhundert wurde eine neue Kirche im gotischen Stil errichtet. Im 18. Jahrhundert gestaltete man das Gotteshaus um und das Kircheninnere wurde von Kassian Singer (1712-1759) barockisiert. 1977–1980 renovierte und vergrößerte man die Kirchberger Kirche nach Plänen des Tiroler Architekten Clemens Holzmeister. An der Außenwand des Turmes befindet sich ein großes Madonnenbild des Kirchberger Kirchenmalers Michael Lackner.

Daten
Länge 32 m
Breite 11 m
Höhe ca. 12 m
Höhe des Turmes ca. 55 m
Breite des Turmes ca. 4,20 m

Geläute

Der Kirchturm beherbergt ein 5-stimmiges Geläut. Die Glocken wurden zu Anfang der 1950er Jahre von Grassmayr (Innsbruck) gegossen. Sie werden recht hoch angeschlagen und besitzen alle einen Klöppelfänger.

# Nominal (1/8) Gewicht (kg) Durchmesser (cm)
1 des1 +/-0 1885 145 cm
2 f1 +/-0 ca. 1100 116 cm
3 as1 +/-0 ca. 630 97 cm
4 b1 +/-0 ca. 400 84 cm
5 des2 +/-0 ca. 280 71 cm

Weblinks

 Commons: Sankt Ulrich (Kirchberg in Tirol) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

47.44661111111112.316361111111Koordinaten: 47° 26′ 48″ N, 12° 18′ 59″ O