Philipp Loth von Seers

Philipp Loth von Seers (* 1695 in Herford; † 10. Mai 1767 in Berlin) war ein königlich preußischer Generalmajor, Chef des Ingenieurkorps und Kommandant der Festung Schweidnitz sowie Träger des Pour le Merite.

Er war der Sohn von Generalmajor Peter von Seers.

Leben

Er begann zunächst im Infanterie-Regiment Nr.17 und kam 1716 als Conducteur zum Ingenieurskorps. 1726 wurde er Hauptmann und 1734 Major. 1741 begann er mit der Befestigung von Schweidnitz. Am 8. Januar 1742 wurde er Oberstleutnant in dem neuerrichteten Pionier-Regiment Walrave. 1744 rückte er jedoch mit der Armee nach Böhmen in das Feld. Am 10. Oktober 1747 wurde er zum Oberst befördert und erhielt den Orden Pour le Merite. 1748 wurde der General Walrave verhaftet und er wurde an dessen Stelle zum Chef des Regiments ernannt. Er war ein guter Ingenieur und hatte die Festung Schweidnitz ausgebaut, 1757 wurde er Generalmajor und Kommandant von Schweidnitz. Die Besatzung bestand aber aus zahlreichen gepressten sächsischen Soldaten und es fehlte an Artilleristen. Aber die Festung war mit reichlich Vorräten versehen. Nach der preußischen Niederlage in der Schlacht bei Kolin rückten die Österreicher gegen die Festung vor und nach sechswöchiger Belagerung und dem Verlust von zwei Forts ergab er sich. Am 11. September 1757 übergab er die Festung an den Grafen Franz Leopold von Nádasdy und ging in Gefangenschaft. Er wurde 1758 ausgetauscht, danach vor ein Kriegsgericht gestellt, verurteilt und entlassen. Er starb 1767 in Berlin.

Er war mit einer du Trossel verheiratet.

Literatur