Raimund Bahr

Raimund Bahr, geb. Kremlicka, (* 21. März 1962 in Mödling) ist ein österreichischer Historiker und Publizist.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Von 1981 bis 1991 studierte Bahr Geschichte, Psychologie, Philosophie und Pädagogik an der Universität Wien, woran sich von 1991 bis 1993 ein Doktoratsstudium der Geschichte anschloss.

Bahr nahm an zahlreichen Symposien und Kongressen teil, u.a. in Brüssel („Internationaler Kongreß für die Geschichte der Psychoanalyse“, 1992), Mexico City („Deutschsprachige Immigranten und Exilierte in der Kunst und Kultur Mexicos“, 1993) und organisierte auch selbst solche in Wien (seit 1997, zu Themen wie „Europäische Traditionen in Lateinamerika“, „Der Generationenstau. 30 Jahre Sozialdemokratisierung“, „Nicaragua Libre“, „Der Mensch ist ein unbestimmtes Tier“ und vielfältige Symposien zu Günther Anders, zuletzt: Günther-Anders-Tage 2008).

Von 1999 bis zur Auflösung im Jahre 2011 leitete Bahr das „Günther-Anders-Forum für Wissenschaft & Kunst“.

Bahr übte zudem weitere Tätigkeiten aus. So war er 1999 als Mitarbeiter am „Zentrum für soziale Innovation“ (ADAPT-Projekt), als Leiter der „Geschichtswerkstatt Liesing“ (VHS-Liesing) sowie 2001 für das EU-Projekt „Marktplatz der Sprachen“ (Bm:bwk, Abt. Erwachsenenbildung) als Projektmanager und an der Universität Salzburg als Lektor tätig. Von 2002 bis 2005 leitete Bahr die „Geschichtswerkstatt Salzkammergut“ (Bad Ischl).

Neben dem wissenschaftlichen Bereich ist Bahr auch literarisch tätig. So war er von 1993 bis 1999 Vorstandsmitglied der Österr. Dramatikervereinigung und betätigt sich seit 1994 selbst als Journalist und Schriftsteller. Seit 1997 fungiert er als Herausgeber der Zeitschrift „Schnittstellen“.

Im Frühjahr 2012 widmeten ihm Freunde und geistige Weggefährten die fünfte Ausgabe der 2011 von Bahr gegründeten Zeitschrift litera[r]t.[1]

Kandidatur zum Bundespräsidenten

Bahr hat derzeit einen Sitz im Gemeinderat von Sankt Wolfgang im Salzkammergut und hatte sich zum Ziel gesetzt, 2010 als Kandidat zur Wahl des österreichischen Bundespräsidenten anzutreten.[2] Dazu hätte er 6000 Unterstützungserklärungen erhalten müssen, was ihm bis zum entsprechenden Stichtag nicht gelang. Bahr vertrat bei seinen Bemühungen den Standpunkt, dass ein ernstzunehmender parteifreier Gegenkandidat zum amtierenden Bundespräsidenten Heinz Fischer demokratisch notwendig ist [3], um die Repräsentation eines „kritischen Gewissens“ in öffentlichen politischen Diskussionen auch gegen parteipolitische Bestrebungen zu gewährleisten. Sein Ziel war es, sich unter anderem für eine Diskussion um das bedingungslose Grundeinkommen einsetzen.

Werke

  • Günther Anders: Leben und Denken im Wort. Edition Art & Science, St. Wolfgang 2010, ISBN 978-3-902157-71-3
  • Das Unbehagen bleibt. Edition Art & Science, St. Wolfgang 2008
  • Für Führer und Vaterland. Edition Art & Science, St. Wolfgang 2008
  • Etwas in Bewegung setzen. Edition Art & Science, St. Wolfgang 2008
  • Zugänge. Edition Art & Science, St. Wolfgang 2007
  • Leben im Widerspruch. Edition Art & Science, St. Wolfgang 2007
  • Marie Langer. Edition Art & Science, St. Wolfgang 2004
  • Geheimagent der Masseneremiten: Günther Anders. VSB, Bönningstedt 2003
  • Einander Zwei. Edition Art & Science, St. Wolfgang 2003

Einzelnachweise

  1. http://www.editionas.net/literart/literart.html
  2. http://www.bahrforpresident.net
  3. http://www.yoovis.tv/thema/index.aspx?umenu=video_detail&id=3155&sender=1550

Weblinks