Reformwerke Wels

Reformwerke
Bauer & Co Gesellschaft m.b.H.
Logo der Refomwerke Wels
Rechtsform GmbH
Gründung 1910
Sitz Wels, Österreich
Leitung Clemens Malina-Altzinger, Herbert Schwaiger, Reinhard Riepl
Mitarbeiter ca. 400
Branche Fahrzeugbau
Produkte Sämaschinen, Motormäher, Zweiachsmäher, Transporter, Traktoren
Reform Metrac H7 X mit Scheibenmähwerk
Reform Metrac G3

Die Reformwerke Wels sind ein österreichischer Hersteller von Spezialfahrzeugen für die Landwirtschaft (Berglandtechnik) und Kommunalwirtschaft.

Als Nischenanbieter exportiert das rund 400 Mitarbeiter beschäftigende KMU weltweit, die Exportquote beträgt rund 70 %. Bekanntestes Produkt ist der Reform Muli, eine Mischung aus Kleintransporter und Traktor, der weltweit als Spezialkleintransporter bei schwierigen Geländebedingungen eingesetzt wird. Eine Tochterfirma ist die Agromont AG (Hünenberg, Schweiz).

Die Motormäher mit hydrostatischem Fahrantrieb wurden von Bucher Industries übernommen. Anfangs hat Reformwerke Wels diese Motormäher lediglich importiert und unter der Marke Reform verkauft. Später wurde der Bereich Motormäher von Bucher Industries übernommen und die Bucher Elite Motormäher werden seitdem als Reform M9 bzw. M14 verkauft.

Zukünftig werden die Motormäher von der Schweizer Firma Rapid übernommen und in Österreich in Rot unter der Marke Reform verkauft. Die Typenbezeichnungen lauten RM7 (Rapid Rex), RM8 (Rapid Swiss), RM9 (Rapid Mondo), RM13 (Rapid Universo) und RM20 für das Parallelmodell vom Rapid Euro[1].

Inhaltsverzeichnis

Produkte

Reform stellt Sämaschinen, Hanggeräteträger (Metrac), Spezialtransporter (Muli), Spezialtraktoren (Mounty) und Motormäher her. Die Maschinen werden in Wels gefertigt.


Muli-Transporter

  • Muli T5 – 70 PS
  • Muli T6 – 81 PS
  • Muli T7 – 81 PS
  • Muli T7 S – 101 PS
  • Muli T8 S – 101 PS
  • Muli T9 S – 98 PS
  • Muli T10 X – 98 / 109 PS


Metrac-Zweiachsmäher

Getriebe

  • Metrac G3 – 44 PS
  • Metrac G3 X – 44 PS
  • Metrac G4 X – 49 PS
  • Metrac G5 X – 59 PS
  • Metrac G6 X – 62 PS
  • Metrac G7 X – 70 PS


Hydro

  • Metrac H4 X – 49 PS
  • Metrac H5 X – 59 PS
  • Metrac H6 X – 62 PS
  • Metrac H7 X – 70 PS
  • Metrac H7 SX – 70 PS


Mounty-Hanggeräteträger

  • Mounty 100 V – 101 PS


Historische Motormäher
  • R1 (Baujahre 1948–?[2])
  • x58 Serie (Baujahre: 1970er):
    • 58 mit 7-PS-/6-kW-Motor
    • 58 S mit 5-PS-Zweitakt-Motor
    • 158 mit 8-PS-/6-kW-Motor
    • 158 S mit 7-PS-/6-kW-Motor
    • 258
  • 11x bzw. 13x Serie (Baujahre: 1970er, 1980er und 1990er):
    • 110 mit Rotax-Zweitakt-Motor 7 PS / 6 kW
    • 111 mit Rotax-Motor 8 PS / 6 kW bzw. 9 PS / 7 kW Zweitakt
    • 111 S mit MAG-Viertaktmotor 7,2 PS / 6 kW[3] bzw. Rotax-Zweitakt-Motor 8,6 PS / 7 kW[3], 1 Vorwärts- und 1 Rückwärtsgang[3], starre Achse
    • 112 mit MAG-Viertaktmotor 7,2 PS / 6 kW[3] bzw. Zweitakt-Rotax-Motor 8,6 PS/ 7 kW[3], 3 Vorwärts- und 1 Rückwärtsgang[3], Lenkung über Achse mit entsperrbarem Ausgleichsgetriebe und Innenbackenbremse am rechten Rad
    • 115 mit Zweitakt-Rotax- oder MAG-Viertakt-Motor 7 bzw. 8 bzw. 9 PS / 6 bzw. 7 kW
    • 116 mit Rotax-Motor 8 PS / 6 kW bzw. 9 PS / 7 kW, 1 Vorwärts- und 1 Rückwärtsgang, Baujahre: 1985–?[2]
    • 131 mit MAG-Viertaktmotor 7,2 PS / 6 kW[3] bzw. Zweitakt-Rotax-Motor 8,6 PS / 7 kW[3], 3 Vorwärts- und 1 Rückwärtsgänge[3], starre Achse
  • 2x6er Serie (Baujahre: 1990er)
    • 206 mit 8-PS-/6-kW-Zweitakt-Rotax-Motor bzw. 9-PS-/7-kW-Viertakt-Motor
    • 216, 216 S mit 8-PS-/6-kW-Motor bzw. 9-PS-/7-kW-Rotax-Zweitakt-Motor

Die Mäher 206, 216 wurden erstmals 1989[2] produziert, 1991[2] folgten die 216 S / D / KL nach.

  • 300er Serie (Baujahre: 1985–?[2])
    • 316, 316 D mit 7-PS-/6-kW-Motor oder 8-PS-/6-kW-Rotax-Motor, 3 Vorwärts- und 3 Rückwärtsgänge
  • 416 (Baujahre: 1989–?[2])
  • 6x1 Serie (Baujahre: 2000er)
    • 611 mit 7-PS-/6-kW-Viertakt-Motor
    • 621 mit 8-PS-/6-kW-Rotax- oder Viertakt-Motor, 4 Vorwärts- und 4 Rückwärtsgänge
    • 631 L mit x-PS-/x-kW-Viertakt-Motor, Baujahre: 1998–?[2]
  • 700er Serie (Baujahre: 1980er und 1990er)
    • 711
    • 715 mit 6-PS-/5-kW- oder 5-PS-/4-kW-Motor
    • 720 mit 7-PS-/6-kW-Motor
    • 741
  • Hobby-Serie
    • Hobby 55 mit 5-PS-/4-kW-Motor
    • Hobby 56 mit 5-PS-/4-kW-Motor
    • Hobby 56 mit 7-PS-/6-kW-Motor
  • M3[4] Serie (Baujahre: 1998–?[2])
    • M3 S (starre Radachse) mit 6,6-kW- oder 8,2-kW-MAG-Kubota-Viertaktmotor oder 5,6-kW-Rotax-Zweitaktmotor
    • M3 D (Achse mit sperrbarem Differential) mit 6,6-kW- oder 8,2-kW-MAG-Kubota Viertaktmotor oder 5,6-kW-Rotax-Zweitaktmotor
    • M3 L (Achse mit Lenkbremskupplung) mit 6,6-kW- oder 8,2-kW-MAG-Kubota Viertaktmotor oder 5,6-kW-Rotax-Zweitaktmotor

Der M3 D wird inzwischen mit einem anderen stärkeren Motor produziert, siehe weiter unten.

  • M7[5] Serie (Baujahre: 1998–?[2])
    • M7 (ohne Lenkhilfeeinrichtung) / M7L (mit Lenkhilfeeinrichtung) mit 5,5-PS-/4,6-kW-Viertaktmotor MAG-Kubota
  • M8[5] Serie (Baujahre: 1998–?[2])
    • M8 (ohne Lenkhilfeeinrichtung) / M8L (mit Lenkhilfeeinrichtung) mit 6-PS-/4,9-kW-Viertaktmotor MAG-Kubota
  • M9[6]Serie (Baujahre: 2000–heute[2])
    • M9 mit 4,2-kW-MAG-Kubota-Viertaktmotor

Der M9 wird inzwischen mit einem anderen, stärkeren Motor produziert, siehe weiter unten. Dieser Motormäher ist identisch mit dem Bucher Elite 9.

  • M10 (Baujahre: 1998–?[2]), identisch mit dem Motormäher Bucher Elite 10
  • M12[7] Serie (Baujahre: 1990er)
    • M12 mit 11-PS-/7,8-kW-Viertaktmotor MAG-Kubota bzw. 9-PS-/6,6-kW-Rotax-Zweitakt-Motor
  • M14[6]Serie (Baujahre: 2000er)
    • M14 mit 6,2-kW-MAG-Kubota-Viertaktmotor

Der M14 wird inzwischen mit einem anderen stärkeren Motor produziert, siehe weiter unten.

Aktuelle Balkenmäher[8]
  • 616 mit 3,6-kW-/4,9-PS-Viertakt-Benzinmotor HONDA GX 160(in der Vergangenheit auch mit 8 PS / 6 kW Motor), 1 Vorwärts- und 1 Rückwärtsgang
  • 617 D mit 6-kW-/8,2-PS-Viertakt-Benzinmotor HONDA GX 270
  • 626 mit 6,6-kW-/9-PS-Viertakt-Benzinmotor Subaru ROBIN EX 27
  • 626 D mit 6,6-kW-/9-PS-Viertakt-Benzinmotor Subaru ROBIN EX 27
  • 717 mit 6-kW-/8,2-PS-Viertakt-Benzinmotor HONDA GX 270
  • 747 mit 9,1-kW-/12,2-PS-Viertakt-Benzinmotor HONDA GX 390

Aktuelle Bergmäher mit mechanischem Fahrantrieb[9]

  • M2, M2 D mit 6,7-kW-/9-PS-ROBIN Viertakt-Benzinmotor, 2 Vorwärts- und 2 Rückwärtsgänge, Baujahre: 2007–heute[2]
  • M3, M3 L mit 8,1-kW-/11,5-PS-Viertakt-Benzinmotor ROBIN EH36, mit Rückholstarter
Aktuelle Balkenmäher mit hydrostatischem Fahrantrieb[10]
  • M9 mit 9,9 kW / 13,5-PS-Viertakt-Benzinmotor ROBIN
  • M14 mit 11,9-kW-/16-PS- bzw. 14,7-kW-/20-PS-Viertakt-Benzinmotor Briggs & Stratton
  • Cutter 100 mit 11,9-kW-/16-PS-Viertakt-Benzinmotor Briggs & Stratton

Weitere Hydromäher

  • RM7 mit 7 PS
  • RM8 mit 9 PS
  • RM9 mit 9 PS
  • RM13 mit 13 PS
  • RM20 mit 16 oder 21 PS

Geschichte

Johann Bauer, Sohn eines Landwirtes, gründete 1910 das Unternehmen mit sieben Mitarbeitern. Erstes Produkt war die Sämaschine „Welsia“. Bis 1940 wurde die Produktpalette laufend erweitert. So wurden nun auch Jauchepumpen und -fässer, Getreideputzmühlen und Kartoffelroder hergestellt.

Nach einem Produktionsstopp im Zweiten Weltkrieg wurde 1945 das alte Programm wieder aufgenommen. 1947 wurde die hauseigene Grau- und Tempergießerei zur Teilefertigung eröffnet. Der erste Motormäher „R1“ ging 1948 vom Band, der Mähwender „2000“ 1965. In den folgenden Jahren wurde in der Schweiz die Tochterfirma Agromont gegründet und der erste Universal-Transporter „Muli 25“ wurde gebaut.

Ab 1977 wurde der Hanggeräteträger „Metrac“ als neues Produkt eingeführt, die einzelnen Gerätetypen wurden kontinuierlich verbessert: Allradlenkung, erweiterbare Arbeitshydraulik, Federung.

1993 wurde das erste hydrostatisch angetriebene Gerät erzeugt, der „Metrac 4004H“. 1999 erschien der Bergtraktor „Mounty“ als ein Traktor mit vier gleich großen Rädern. Die Palette der Mäher wurde 2003 mit der Übernahme der Bucher-Hydromäher ausgeweitet.

FIRMENCHRONIK

  • 1910 Johann Bauer gründet das Unternehmen. Die erste Reform Sämaschine „Welsia“ kommt auf den Markt.
  • 1948 Erste Mechanisierungsstufe im Bergland mit dem Reform-Motormäher R1.
  • 1967 Gründung der Agromont AG in der Schweiz.
  • 1968 Bahnbrechende Entwicklung mit dem Transporter Muli und seinem integrierten Gerätesystem.
  • 1977 Ein Riesenschritt in die Zukunft mit dem Zweiachsmäher Metrac – ideal zum Mähen und Heuen.
  • 1993 Innovationen beim Transporter durch Einzelradfederung und beim Metrac durch hydrostatischen Antrieb.
  • 1999 Mit dem Bergtraktor Mounty schafft Reform eine zukunftsweisende Fahrzeugkategorie.
  • 2005 Markteinführung der neuen Muli-Oberklasse T8 und T9 mit HCS-Federung.
  • 2010 100 Jahre Reform-Werke. Vertriebskooperation mit Rapid Technik AG. Vorstellung des Mounty 100V.
  • 2011 Konzepteinführung Muli T10 X Markteinführung Muli-S-Baureihe und Metrac G3 X

Weblinks

 Commons: Reformwerke Wels – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikibooks Wikibooks: Traktorenlexikon: Reform – Lern- und Lehrmaterialien

Einzelnachweise

  1. http://www.schweizerbauer.ch/htmls/artikel_22106.html
  2. a b c d e f g h i j k l m Reform Firmenchronik, Reform steht von Anfang an für Fortschritt in der Landwirtschaft [1]
  3. a b c d e f g h i Betriebsanleitung & Ersatzteilliste Reform Mäher 111 S & 112 & 131, Ausgabe 1974/75, Seite 3.
  4. Prüfbericht Motormäher M3 S, M3 D und M3 L der Bundesanstalt für Landtechnik Wieselburg
  5. a b http://www.blt.bmlfuw.gv.at/pruefber/g2000058.pdf
  6. a b Prüfbericht Hydromäher Reform M9/Reform M14 der Bundesanstalt für Landtechnik Wieselburg
  7. http://www.blt.bmlf.gv.at/pruefber/g1996200.pdf
  8. http://www.reform.at/de/produkte/einachsmaeher/balkenmaeher.html
  9. http://www.reform.at/de/produkte/einachsmaeher/profi-bergmaeher.html
  10. http://www.reform.at/de/produkte/einachsmaeher/profi-hydromaeher.html

48.16777777777814.015833333333Koordinaten: 48° 10′ 4″ N, 14° 0′ 57″ O