Rudolf Schicketanz

Rudolf Schicketanz

Rudolf Schicketanz (* 11. September 1900 in Niemes, Bezirk Böhmisch Leipa; † 20. September 1945 in Prag hingerichtet) war ein deutscher Politiker (NSDAP).

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Leben und Wirken

Nach dem Besuch der Volksschule in Niemes und des Gymnasiums in Leipa studierte Schicketanz von 1918 bis 1922 Rechtswissenschaften an der Universität Prag. 1918 wurde er Mitglied der Burschenschaft Carolina Prag.[1] Nach der Promotion arbeitete er bis 1927 als Rechtsanwaltsanwärter in Niemes und Leipa, anschließend ließ er sich bis 1938 als Rechtsanwalt in Haida und Reichenberg nieder.

Seit den frühen 1930er Jahren engagierte Schicketanz sich in der Sudetendeutschen Partei (SdP) Konrad Henleins, in der er als Parteibeauftragter für staatsrechtliche Fragen die Kommission für Nationalitätenrechte leitete. Außerdem gehörte er der Delegation der SdP für die Verhandlungen mit der tschecho-slowakischen Regierung an. Nach 1938 war Schicketanz im Reichskommissariat für die Sudetendeutschen Gebiete tätig.

Nach der Ergänzungswahl zum nationalsozialistischen Reichstag vom 4. Dezember 1938 trat Schicketanz auf Reichswahlvorschlag in den Reichstag ein, dem er bis zum 31. März 1943 angehörte. Sein Mandat wurde anschließend bis Kriegsende von Fritz Amreich übernommen.

Literatur

  • Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I Politiker, Teilband 5: R–S. Heidelberg 2002, S. 234–235.
  • Joachim Lilla (Bearbeiter): Statisten in Uniform. Die Mitglieder des Reichstags 1933-1945. Droste, Düsseldorf 2004, ISBN 3-7700-5254-4. S. 554.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I Politiker, Teilband 5: R–S. Heidelberg 2002, S. 234.