Rudolfine Steindling

Rudolfine Steindling (* 10. September 1934; † 27. Oktober 2012 in Tel Aviv[1]), auch Rote Fini genannt, war eine österreichische Unternehmerin.

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Leben

Steindling war von 1959 bis 1969 Mitglied der Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ).[2] Als Treuhänderin der KPÖ verwaltete sie nicht nur das Vermögen der KPÖ, sondern auch Gelder der DDR. Sie übernahm treuhänderisch 1978 die Hälfte der Anteile an der Firma Novum und vertrat Firmen wie Bosch, Ciba-Geigy, Voest-Alpine und Steyr-Daimler-Puch in der DDR und brachte es so auf beträchtliche Provisionseinnahmen.

In einem vierjährigen Gerichtsverfahren um die wahren Besitzverhältnisse der Novum – gehörte sie der KPÖ oder war sie eine Tarnfirma der SED? - wurde erstinstanzlich entschieden, dass sie der KPÖ gehört, in zweiter Instanz, dass Steindling die Novum nur zum Schein geführt hat.

Noch vor endgültiger juristischer Klärung des Falles hob Steindling etwa 450 Millionen DM von den Novum-Konten ab, deren weiterer Verbleib nie geklärt werden konnte.[3] Die Bank Austria, die als Steindlings Hausbank der Komplizenschaft mit der Geschäftsfrau beschuldigt worden war, wurde im März 2010 von einem Schweizer Gericht zur Zahlung von 245 Millionen Euro Schadenersatz verurteilt, von der Berufungsinstanz wurde das Urteil jedoch aufgehoben und das Verfahren an das ursprüngliche Gericht zurückverwiesen.[4]

Filmdokumente

  • Die unglaubliche Geschichte der SED-Millionen. Monitor-Sendung vom 20. September 2010

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Das deutsche Erbe der Roten Fini. Martin Machowecz. In: zeit.de vom 6. Dezember 2012. Abgerufen am 6. Dezember 2012.
  2. http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/13/109/1310900.asc
  3. Frau „Fini“ und ihre KPÖ-Millionen Die Presse, 9. November 2012
  4. Das Erbe der roten Fini ORF, 2. November 2011.