Ruprecht Ziegler

Ruprecht Ziegler (* 8. Mai 1945 in Waiern, Kärnten) ist ein österreichischer Althistoriker.

Ruprecht Ziegler machte die Matura in Klagenfurt und studierte in Köln Geschichte, lateinische Philologie und Geographie. Von 1974 bis 1991 war er als wissenschaftlicher Angestellter an der Universität Düsseldorf tätig. 1976 promovierte er als Schüler von Dietmar Kienast in Düsseldorf. 1990 erfolgte dort auch seine Habilitation, für die er 1992 den Preis der Freunde und Förderer der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf erhielt. 1991/92 lehrte er als Gastprofessor für Alte Geschichte an der Universität Klagenfurt. Von 1992 bis 1995 war er erneut als wissenschaftlicher Angestellter in Düsseldorf beschäftigt. Von 1995 bis zu seiner Pensionierung 2010 lehrte Ziegler als Professor für Alte Geschichte an der Universität Duisburg-Essen in Essen. Einen Ruf an die Universität Klagenfurt lehnte er 1998 ab.

Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Numismatik, die Epigraphik, die Wirtschaftsgeschichte, die Religionsgeschichte und die Geschichte der Provinzen des römischen Reiches.

Schriften

  • Kaiser, Heer und städtisches Geld. Untersuchungen zur Münzprägung von Anazarbos und anderer ostkilikischer Städte. Wien 1993, ISBN 3-7001-2001-X.
  • Münzen Kilikiens aus kleineren deutschen Sammlungen. München 1989, ISBN 3-406-33635-3.
  • Städtisches Prestige und kaiserliche Politik. Studien zum Festwesen in Ostkilikien im 2. und 3. Jh. n. Chr. Düsseldorf 1985, ISBN 3-590-18202-4.
  • Der Schatzfund von Brauweiler. Untersuchung zur Münzprägung und zum Geldumlauf im gallischen Sonderreich. Köln 1983, ISBN 3-7927-0662-8.

Literatur

  • Fritz Fellner, Doris A. Corradini (Hrsg.): Österreichische Geschichtswissenschaft im 20. Jahrhundert. Ein biographisch-bibliographisches Lexikon. Böhlau, Wien u. a. 2006, ISBN 978-3-205-77476-1, S. 472 (Veröffentlichungen der Kommission für Neuere Geschichte Österreichs 99).

Weblinks