Salzwelten

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See im Salzbergwerk

Salzwelten ist ein aus touristischen Erwägungen im Jahr 2005 geschaffener Sammelbegriff für drei als Schaubergwerk zugängliche Salzbergwerke in Österreich. Jeweils eines befindet sich im Halleiner Stadtteil Bad Dürrnberg (Salzburg), in Hallstatt (Oberösterreich) und in Altaussee (Steiermark).

Inhaltsverzeichnis

Salzwelten Hallein bei Salzburg

Das Schaubergwerk befindet sich in der Tennengauer Bezirkshauptstadt Hallein und war zuvor als Salzbergwerk Hallein bekannt. Der neue Name wurde gewählt, um die Lage des Bergwerks im Land Salzburg sowie dessen Bedeutung für die Stadt Salzburg zu kennzeichnen.

Im Halleiner Bergwerk wurde bereits vor rund 2500 Jahren von den Kelten Salz abgebaut. Dank des großen Salzvorkommens im Dürrnberg konnte Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau mit den reichen Erträgen zum Ausbau der barocken Residenzstadt Salzburg beitragen. Besonderheiten in diesem Bergwerk sind zwei lange Bergmannsrutschen, eine Fahrt mit der Grubenbahn, eine unterirdische Floßfahrt auf einem Salzsee und ein als „Keltendorf“ bezeichnetes, kleines Freilichtmuseum übertage.

Salzwelten Hallstatt

Querschnitt eines in Hallstatt gefundenen Stempels; datiert auf 680 v. Chr.

Das Bergwerk liegt in der oberösterreichischen Gemeinde Hallstatt. Im Jahre 1734 wurde hier die Leiche eines Mannes gefunden, die durch das Salz bestens konserviert worden war. Dieser Fund ist das zentrale Thema des Bergwerks. Weitere Attraktionen sind die mit 64 Metern längste Bergmannsrutsche Europas, sieben riesige Salzkristalle in der Salzkristallkammer und eine „Klangstiege“ für Kinder.

Salzwelten Altaussee

Hauptartikel: Salzbergwerk Altaussee

In den Salzwelten Altaussee wird bis heute Salz abgebaut. Dieses Bergwerk im äußersten Nordwesten der Steiermark ist die größte Salzlagerstätte Österreichs. Während des Zweiten Weltkriegs wurden hier 7000 zum Großteil aus österreichischen und deutschen Museen stammende Kunstgüter eingelagert. In den letzten Tagen des Krieges kam vom Linzer Gauleiter der Befehl, das Bergwerk zu sprengen um die Kunstschätze zu vernichten. Acht getarnte Fliegerbomben wurden dafür in das Innere der Grube gebracht. Das Vorhaben wurde jedoch von aufmerksamen Bergleuten verhindert. Bekannte eingelagerte Gemälde waren unter anderem der Genter Altar und bekannte Gemälde wie die Sixtinische Madonna von Raffael, der Turmbau zu Babel von Pieter Brueghel und die Dame mit Hermelin von Leonardo da Vinci. Sehenswert in diesem Bergwerk ist die Barbara-Kapelle mit einem aus reinen Salzsteinen gefertigten Altar. Besonderheiten sind auch hier zwei Bergmannsrutschen und eine unterirdische Seebühne, bei der eine effektvolle Lichtshow präsentiert wird.

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