Schloss Friedenstein

Schloss Friedenstein, Ansicht von Süden (1956)

Das Schloss Friedenstein in Gotha (Thüringen) ist eine frühbarocke Schlossanlage an der Stelle der 1567 geschleiften Burg Grimmenstein.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Friedenskuss-Darstellung:
Friede ernehret, Unfriede verzehret
Der Hauptflügel mit dem Pagenhaus, Ansicht von Norden (Stadtseite)
Blick in den Hof des Schlosses

Herzog Ernst I. von Sachsen-Gotha („Ernst der Fromme“) hatte 1640 bei einer Erbteilung Gotha als Hauptstadt für sein neues Herzogtum erhalten. Da sich in der Stadt keine geeignete Residenz befand, begann er früh mit den Planungen für einen Schlossneubau. Nach den Plänen des Architekten Caspar Vogel führte der Baumeister Andreas Rudolph (1601–1679) den Schlossbau 1643–1654 aus. Am 26. Oktober 1643, 12 Uhr wurde der Grundstein für Schloss Friedenstein gelegt. Der Herzog sehnte sich nach den Zerstörungen des Dreißigjährigen Kriegs nach Frieden. Diese Grundhaltung kommt nicht nur in dem Namen des neu erbauten Schlosses, sondern auch in der „Friedenskuss“-Darstellung am Nordportal von Schloss Friedenstein zum Ausdruck, die 1650 anlässlich des Westfälischen Friedens dort angebracht wurde.

Ebenfalls im Jahre 1650 errichtete Herzog Ernst der Fromme in Räumen des Westflügels des Schlosses Friedenstein die Münzstätte Gotha für sein Herzogtum Sachsen-Gotha. Von 1654 bis 1672 wurde das Schloss befestigt.

In der Zeit bis 1675 diente das Schloss als fürstliche Residenz für Herzog Ernst I. Von 1640 bis 1894 war es Verwaltungssitz des Herzogtums Sachsen-Gotha. Es verfügt über Wohn- und Repräsentationsräume vom Barock bis zum Klassizismus. Der Festsaal und die Stuckarbeiten entstanden durch die Brüder Samuel und Johann Peter Rust.

Festsaal (Schlossmuseum)

Während Ernsts II. Regentschaft (1772–1804) wurden die Festungsanlagen abgetragen und die dadurch hinzugekommenen Flächen in die Parkanlage integriert. Eine kleine Interims-Sternwarte (bis zum Bezug der Seeberg-Sternwarte), ein Physikalisches Kabinett und ein ständiges Theater (das Ekhof-Theater) wurden eingerichtet. Die Sammlungen und die Bibliothek wurden erweitert. Letzteres erfolgte auch unter seinen Nachfolgern August (1804–1822) und Friedrich IV. (1822–1825). Mit dem Aussterben der Linie Sachsen-Gotha-Altenburg ging das Schloss Friedenstein an die Linie Sachsen-Coburg und Gotha über.

Die immer noch sehr bedeutenden Herzoglichen Kunstsammlungen auf Schloss Friedenstein, erstmals im Zeitraum zwischen 1879 und 1890 von dem Kunsthistoriker und Direktor Carl Aldenhoven inventarisiert und dokumentiert, umfassen heute nur noch etwa 40 % des ursprünglichen Bestandes. Während des Zweiten Weltkrieges waren sie in Schutzorte ausgelagert worden. Nach dem Einmarsch der 3. US-Armee im April 1945 kam es bereits zu Hunderten von Diebstählen. Als die Rote Armee im Juli 1945 einrückte, wurde der gesamte restliche Bestand der Gothaer Kunstsammlungen, die Bibliothek mit 330.000 Hand- und Druckschriften und das Münzkabinett beschlagnahmt und im Frühjahr 1946 in die Sowjetunion abtransportiert. Von dieser Kriegsbeute kehrten 1958/59 etwa 80 bis 85 % zurück. Darunter befand sich mit dem Gothaer Liebespaar das berühmteste Stück der Gothaer Sammlungen.[1]

Kunstraub von Gotha: In der Nacht vom 13. zum 14. Dezember 1979 wurden aus dem Schloss fünf wertvolle, ungenügend gesicherte Gemälde gestohlen: Frans Hals (Brustbild eines jungen Mannes), Anthonis van Dyck (Selbstbildnis mit Sonnenblume), Jan Lievens (Alter Mann), Jan Brueghel der Ältere (Landstraße mit Bauernwagen und Kühen) und Hans Holbein der Ältere (Heilige Katharina). Eine 30-köpfige Ermittlergruppe der DDR-Kriminalpolizei ermittelte vergeblich. Bis heute (2009) sind die Gemälde verschollen.[2][3]

Gegenwart

Audienzsaal (Schlossmuseum)
Gemäldesammlung, Gothaer Liebespaar
Gothaer Elefant (um 1720), Schlossmuseum

Heute sind verschiedene Kultur- und Forschungseinrichtungen im Schloss untergebracht:

  • Das Schlossmuseum umfasst die ehemaligen herzoglichen Wohn- und Repräsentationsräume und besitzt eine der bedeutendsten Sammlungen von Skulptur des Klassizismus, darunter viele Werke von Jean Antoine Houdon.
  • Das Museum für Regionalgeschichte und Volkskunde im Westturm wurde 1928 durch den Verein für Gothaische Geschichte und Altertumsforschung gegründet und zeigt umfangreiche Sammlungen zur Geschichte und Kultur des Gothaer Landes.
  • Im Ostflügel ist die Universitäts- und Forschungsbibliothek Erfurt/Gotha untergebracht, die den Grundbestand der früheren Schlossbibliothek einschließt. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Herzogliche Bibliothek samt Münzkabinett als Beutegut in die UdSSR verbracht und 1956 weitgehend zurückgegeben worden.
  • Das Münzkabinett gehört mit 130.000 Objekten zu den bedeutendsten Sammlungen in Deutschland. Es erlitt in der Nachkriegszeit erhebliche Verluste. Dann verbrachte es die Trophäenkommission der Roten Armee 1946 in die Sowjetunion, von wo es 1958/59 zurückkehrte. Die Münzsammlung selber befindet sich seitdem im Schlossmuseum (nur nach vorhergehender Anmeldung zugänglich), die numismatische Literatur in der Bibliothek.
  • Das Thüringische Staatsarchiv Gotha, heute im Westflügel, geht unmittelbar auf das 1641 gegründete herzogliche Staatsarchiv von Sachsen-Gotha zurück.
  • Das Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien befindet sich seit Juni 2009 im historischen Pagenhaus des Schlosses.

Das Schloss befand sich innerhalb einer eigenen starken Befestigung (1654-1672), deren Kasematten seit 2003 teilweise wieder für Besucher begehbar sind. Sie stellen eine sehenswerte Attraktion dar, deren Existenz mehrere Meter unter dem heutigen Schlosspark selbst Einheimischen unbekannt war.

Auf den überschütteten ehemaligen Befestigungswerken wurde eine der ersten englischen Parkanlagen Deutschlands errichtet. Nach den Vorstellungen Ernst II. von Sachsen-Gotha-Altenburg entstand ab 1769 in der südlichen Fortsetzung der Parkanlagen in Anlehnung an die Ideen des Landschaftsparks sogar der erste neu geplante Englische Garten auf dem europäischen Kontinent.

Seit 2001 ist Schloss Friedenstein unter dem Motto „Vive la joie!“ (Es lebe die Freude) Schauplatz des alljährlich am letzten Augustwochenende stattfindenden zweitägigen Gothaer Barockfestes, das die Zeit Herzog Friedrichs III. von Sachsen-Gotha-Altenburg wieder aufleben lässt. Das heute größte Barockfest Mitteldeutschlands ist aus dem 1988 erstmals abgehaltenen Museumsfest hervorgegangen.

Nach einem langjährigen Restitutionsstreit mit dem Haus Sachsen-Coburg-Gotha schuf 2001 die investive gütliche Einigung zwischen dem Land Thüringen und dem Haus Sachsen-Coburg-Gotha bzw. seinen Stiftungen Rechtssicherheit für das Schloss und die darin befindlichen Sammlungen. Am 1. Januar 2004 wurden das Schloss, der Park und die Orangerie an die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten übertragen. Zum gleichen Zeitpunkt wurde die Stiftung Schloss Friedenstein mit den Trägern Stadt Gotha und Land Thüringen gegründet. Diese Stiftung vereint die Sammlungen des Schlossmuseums, des Museums für Regionalgeschichte und Volkskunde sowie des Museums der Natur.

Im Zuge einer Neukonzeption der Gothaer Museen wird seit 2010 das bisher genutzte Gebäude des Museums der Natur umgebaut und soll ab Sommer 2012 als Herzogliches Museum Gotha verschiedene Kunstsammlungen präsentieren. Das Museum der Natur wird in den folgenden Jahren schrittweise in das Schloss Friedenstein verlagert. Eine erste Dauerausstellung mit dem Titel Tiere im Turm wurde am 17. Dezember 2010 im Westturm des Schlosses eröffnet. Parallel dazu wurde damit begonnen, ein zuletzt vom Ernst Klett Verlag genutztes Gebäude in der Bahnhofstraße östlich des Schlosses zum Perthes-Forum umzubauen. Dieses soll die bisher im Schloss untergebrachte Bibliothek und das Archiv, ergänzt um einen Lesesaal, aufnehmen.

Ekhof-Theater

Im Westturm des Schlosses befindet sich mit dem Ekhof-Theater eines der ältesten dauerhaft bespielten Theater Deutschlands. Gegründet wurde es durch Friedrich I. von Sachsen-Gotha-Altenburg (1646-1691). Das Theater besitzt die einzige vollständige erhaltene Bühnenmaschinerie des Barock. Sie stammt aus dem Jahre 1685. Benannt ist das Theater nach seinem Direktor Conrad Ekhof (1720-1778).

Schlosskirche

Schlosskirche

Die Schlosskirche im Nordflügel wurde 1646 mit der Taufe des Erbprinzen Friedrich eingeweiht und bereits 1685-1697 umgebaut.[4] Sie diente bis 1918 als Hofkirche. An der Westseite befindet sich die Fürstenloge mit der Büste Ernst des Frommen und darüber einer schwarzen, von zwei Engeln gehaltenen Tafel mit seinem Wahlspruch: In silentio et spe. Durch Stillsein und Hoffen werdet ihr stark sein, (Jesaja 30,15 LUT) An der Ostseite sind Altar, Kanzel und Orgel übereinander angeordnet. Die Stuckaturen stammen von den Brüdern Rust, die Deckengemälde von Seivert Lammers (1648-1711).

Am Karfreitag (26. März) 1707 kam Johann Sebastian Bach nach Gotha, um eine von ihm verfasste Passionsmusik in der Schlosskirche zu dirigieren[5], und am Karfreitag 1725 führte Gottfried Heinrich Stölzel, der von 1719 bis 1749 Hofkapellmeister war, hier erstmals seine Fassung der Brockes-Passion auf.

Um 1800 erhielt die Kirche eine Chorempore; weitere Umbauten des 19. Jahrhunderts betrafen den Altar, der 1844 ein Altarbild Jesus segnet die Kinder von Paul Emil Jacobs erhielt, die Orgel, die 1850 durch Friedrich Knauf (1802-1883) aus Groß Tabarz, später in Gotha, erneuert wurde, sowie das Gestühl. Seit 1920 ist die Schlosskirche Gemeindekirche. Sie gehört heute zum Pfarrbezirk St. Michael/Schloss der Evangelisch-Lutherischen Stadtkirchgemeinde Gotha[6], die Teil des Propstsprengels Eisenach-Erfurt der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland ist. Gottesdienste finden noch zu besonderen Anlässen, Kasualien und an Festtagen statt. Die Kirche, die nicht Teil des Museums bzw. der Stiftung ist und von Ehrenamtlichen aus der Gemeinde betreut wird, ist regelmäßig geöffnet.

Fürstengruft

1679/80 ließ Herzog Friedrich I. unter der Kirche die aus vier Räumen bestehende Fürstengruft einrichten. Zumindest zwei der Räume stammen noch aus der Zeit der Festung Grimmenstein und wurden in den Bau einbezogen.[7] Der Treppeneingang zur Gruft befindet sich unter der Orgelempore, die vor dem Altar angelegte schräge Steinrutsche, über die einst die Särge hinabgelassen wurden, ist heute jedoch vom Kirchenraum her vermauert. Die Fürstengruft ist nicht öffentlich zugänglich.

Als erstes Mitglied des Hauses Sachsen-Gotha-Altenburg wurde am 25. Juni 1680 die drei Tage zuvor an an einer Blatternerkrankung verstorbene einjährige Tochter Friedrichs I., Prinzessin Elisabeth, in der Gruft beigesetzt.[8] In der Fürstengruft fanden folgende Mitglieder des Hauses Sachsen-Gotha-Altenburg ihre letzte Ruhestätte (in der Reihenfolge ihrer Bestattung):

  • Prinzessin Elisabeth (1679–1680), vierte Tochter Friedrichs I.
  • Herzogin Magdalena Sibylla (1648–1681), erste Gemahlin Friedrichs I.
  • Herzog Friedrich I. (1646–1691)
  • Prinz Carl Friedrich (1702–1703), dritter Sohn Friedrichs II.
  • Prinzessin Sophia (1697–1703), erste Tochter Friedrichs II.
  • Prinz Johann Wilhelm, (1677–1707), jüngster Sohn Friedrichs I.
  • Prinz Emanuel (1709–1710), achter Sohn Friedrichs II.
  • Herzog Friedrich II. (1676–1732)
  • Prinz Ludwig (1735–1735), zweiter Sohn Friedrichs III.
  • Herzogin Magdalena Augusta (1679–1740), Gemahlin Friedrichs II.
  • Erbprinz Friedrich Ludwig (1735–1756), erster Sohn Friedrichs III.
  • Prinzessin Friederike Luise (1741–1776), erste Tochter Friedrichs III.
  • Prinz August (1747–1806), jüngster Sohn Friedrichs III.

Im Hauptraum der Fürstengruft (Raum 2) befinden sich darüber hinaus zehn Kindersärge sowie zwei Särge von Erwachsenen, die aufgrund fehlender Plaketten bislang nicht namentlich zugeordnet werden konnten. Aufgrund ihres Standortes zwischen den Särgen von Mitgliedern des Hauses Sachsen-Gotha-Altenburg bergen sie jedoch mit Sicherheit die Überreste von früh verstorbenen Familienmitgliedern. Sehr wahrscheinlich sind darunter auch drei tot geborene und daher namenlos gebliebene Söhne Herzogin Luise Dorotheas.

Folgende Verwandte des Fürstenhauses wurden ebenfalls in der Gruft bestattet und liegen separat in Raum 3:

Mit der Gruft unter der Schlosskirche sind auch zwei populäre Gothaer Sagen verknüpft. Die Grumbachs Gebeine[9][10] betitelte Überlieferung berichtet, dass die Überreste des 1567 in Gotha hingerichteten Ritters und Abenteurers Wilhelm von Grumbach über 100 Jahre nach seinem Tod aus ungeklärten Gründen in die Gruft gelangten. Bis heute sollen seine Gebeine in einer unscheinbaren Holzkiste zwischen den fürstlichen Särgen stehen.

Die Sage von der Ahnherrin des Schlosses[11][12] (auch Die Weiße Frau auf dem Friedenstein) erzählt davon, wie jedes Mal, wenn dem Herzogshaus ein Unglück oder ein Todesfall bevorstand, aus der Gruft eine Weiße Frau heraufstieg und wehklagend durch die Räume des Schlosses wandelte. Dabei konnte sie jedoch nur von denjenigen gesehen werden, die das Unglück direkt betraf. Der Sage nach handelte es sich bei der Geistererscheinung um Herzogin Dorothea Maria von Anhalt, die Mutter des Schlosserbauers Ernsts des Frommen. Indes liegt diese gar nicht in der Gruft begraben.

Literatur

  • Erhard Drachenberg: Die Architektur des Schlosses Friedenstein. In: Der Friedenstein. Monatsblätter des Deutschen Kulturbundes. 1961, ZDB-ID 540798-9, S. 260–270.
  • Marc Rohrmüller: Schloss Friedenstein. Architektur, Distribution, Ausstattung. In: Juliane Ricarda Brandsch (Hrsg.): Ernst der Fromme (1601–1675). Bauherr und Sammler. Schlossmuseum, Gotha 2001, S. 11–20.
  • Dieter Schnabel: Die Fürstengruft der Schlosskirche von Schloss Friedenstein. Wahrheit, Legende, Mysterium. Schnabel, Gotha 2003.
  • Jörn Tillmann Rieckhof Nackas: Schloss Friedenstein in Gotha. Entwürfe für die Residenz Ernsts des Frommen (1601–1675). Berlin 2010 (Berlin, Freie Univ., Magisterarbeit, 2010).

Einzelnachweise

  1. Deutsch-Russischer Museumsdialog (Hrsg.): Verlust + Rückgabe. Reiter-Druck, Berlin 2008.
  2. Karsten Jauch: Bruch mit Weststahl. In: FAZ, 25. Februar 2009
  3. Wolfgang Hirsch: Die finsterste Nacht über dem Friedenstein. Eine Verlustgeschichte: Museumsdirektor Bernd Schäfer erinnert sich an den Gothaer Kunstraub 1979 – Jetzt läuft die Verjährungsfrist ab. In: Thüringische Landeszeitung, 14. November 2009.
  4. Nach Schlosskirche Gotha, Informationsblatt der Gemeinde
  5. Pressemitteilung der Stadt Gotha zu den Forschungen von Christian Ahrens, Bochum, abgerufen am 10.Oktober 2009
  6. Website der Gemeinde
  7. Dieter Schnabel, Die Fürstengruft der Schlosskirche von Schloss Friedenstein. Gotha 2003, S. 11.
  8. ebd.
  9. Andreas M. Cramer: Die Gothaer Sagen. Auf hochdeutsch erzählt. Cramer und Kretzschmar, Gotha 2005, S. 40.
  10. Grumbachs Gebeine auf www.echt-gothsch.de
  11. Andreas M. Cramer: Die Gothaer Sagen. Auf hochdeutsch erzählt. Cramer und Kretzschmar, Gotha 2005, S. 52
  12. Die Weiße Frau auf dem Friedenstein auf www.echt-gothsch.de

Weblinks

 Commons: Schloss Friedenstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

50.94583333333310.704444444444Koordinaten: 50° 56′ 45″ N, 10° 42′ 16″ O