Schloss Mamling

Schloss Mamling
Schloss Mamling heute

Schloss Mamling heute

Alternativname(n): Schloss Mambling
Entstehungszeit: 1297 (erste urk. Erwähnung), heutiges Aussehen von 1910
Burgentyp: ehemaliges Wasserschloss
Erhaltungszustand: vollständig renoviert, bewohnt (Veranstaltungszentrum)
Ort: Mamling in der Ortschaft Mining
Geographische Lage 48° 16′ 40,2″ N, 13° 11′ 27,4″ O48.27782713.190942340Koordinaten: 48° 16′ 40,2″ N, 13° 11′ 27,4″ O
Höhe: 340 m
Schloss Mamling (Oberösterreich)
Schloss Mamling

Das Schloss Mamling befindet sich im Innviertel in der oberösterreichischen Gemeinde Mining (Mamling 3).

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die erste Erwähnung einer Burg im Mamling stammt von 1297, als ein Otto von Mamling genannt wird. Die Mamlinger blieben im Besitz der Burg bis 1519. In diesem Jahr verkaufte Friedrich der Mamlinger den Besitz an Wolfgang Elrechinger zu Hueb. Die Elrechinger hatten in Mining eine Gruftkapelle als Grabstätte. Als Erbe der Elrechinger trat um 1610 Wolf Rudolf Golt von Lampoting auf. 1619 verkaufte Rudolf Golt Mamling an den Grafen Helfrich von Meggau. Um 1650 ging der Besitz an die Freiherren von Lerchenfeld über. Johann Kaspar Freiherr von Lerchenfeld ließ die alte Burg abtragen und an ihrer Stelle ein Wasserschloss mit Kapelle errichten. Nach dem Stich von Michael Wening war Mamling ein einstöckiges Gebäude mit Zwiebeltürmchen und umgeben von einem Weiher; außerhalb des Grabens befinden sich die Schlosskapelle und eine Parkanlage. Die sich neben dem Schloss befindende Kapelle wurde 1671 errichtet. Im Jahre 1675 wurde von Johann Kaspar Freiherr von Lerchenfeld ein Benifizium gestiftet.

Schloss Mamling nach einem Kupferstich von Michael Wening von 1721

Maria Franziska von Lerchenfeld erhielt 1710 das Schloss als Heiratsgut bei ihrer Ehe mit dem Grafen Johann Wilhelm von Abensberg-Traun. Die Ehe blieb kinderlos und der Besitz ging 1748 an die Grafen von Törring-Jettenbach. 1831 erwarb Heinrich von Bohn aus München das Schloss, auch dieser hatte bei seinem Tod 1848 keine direkten Nachkommen. Bis 1848 hatte Mamling die Vogtei und die Gerichtsbarkeit. Baron Christian von Esebeck kaufte das Schloss und vereinigte es mit Sunzing. Graf Zdenko von Strachwitz erwarb 1870 beide Besitztümer. Unter ihm erfolgte der Umbau zur heutigen Form des Schlosses. Die früher vorhandenen Türmchen sind entfernt und der Teich ist großteils zugeschüttet worden. Nach seinem Tod 1919 ging Mamling in bürgerlichen Besitz. Käufer war der Baumeister Franz Wiesner aus Altheim. 1921 übergab dieser das Schloss seiner Tochter Juliana, verheiratete Achleitner. Auch heute ist das Schloss noch im Besitz der Familie Achleitner.

Schloss Mamling heute

Heute ist Schloss Mamling ein vollständig renovierter zweigeschoßiger Schlossbau. Ein turmartiger, aber nun quadratischer Vorbau erinnert an den früheren Turm mit Zwiebelhaube. Das Schloss ist von einem gepflegten Park umgeben. Im Vergleich zu den umgebenden Rasenflächen steht das Schloss etwas erhöht, vielleicht als Erinnerung an den zugeschütteten Wassergraben.

Auch die Schlosskapelle wird gerade renoviert (Stand 2012). Ein Wappenemblem erinnert an die früheren Besitzer.

Durch zahlreiche Events wird dem Schloss eine neue Nutzung gegeben, zu nennen ist das Frühlingsfestival Schloss Mamling[1], das Metalfest Open Air Austria 2012[2], das Afrika Fest[3] oder das Frühlingsfestival 2012 – Kunst, Kultur, Kulinarik.[4]

Literatur

  •  Oskar Hille: Burgen und Schlösser in Oberösterreich einst und jetzt.. Verlag Ferdinand Berger & Söhne, Horn 1975, ISBN 3-85028-023-3.
  •  Norbert Grabherr: Burgen und Schlösser in Oberösterreich. Ein Leitfaden für Burgenwanderer und Heimatfreunde. 3. Auflage. Oberösterreichischer Landesverlag, Linz 1976, ISBN 3-85214-157-5.
  •  Herbert Erich Baumert & Georg Grüll: Burgen und Schlösser in Oberösterreich, Band 2: Innviertel und Alpenvorland. Birken-Verlag, Wien 1985, ISBN 3-85030-049-3.

Einzelnachweise

  1. Frühlingsfestival 2011
  2. [1]
  3. Afrika Fest auf Schloss Mamling
  4. Frühlingsfestival 2012

Weblinks

 Commons: Schloss Mamling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien