Schloss Obermurau

Schloss Obermurau, rechts daneben die Stadtpfarrkirche

Das Schloss Obermurau ist ein auf dem Murauer Schlossberg errichtete Schlossanlage.

Ulrich von Liechtenstein erbaute um 1232 die erste Burg auf dem Murauer Schlossberg. Im Krieg zwischen dem Hause Habsburg und dem Böhmenkönig Ottokar Přemysl wurde die Burg zerstört und durch Ulrichs Sohn Otto von Liechtenstein wieder aufgebaut.

Christoph von Liechtenstein war mit Anna Neumann von Wasserleonburg verheiratet. Als er 1580 starb, gingen Burg und Herrschaft Murau an die Witwe über. Als Zweiundachzigjährige heiratete sie im Jahr 1617 in ihrer sechsten Ehe den damals 25-jährigen Reichsgrafen Georg Ludwig zu Schwarzenberg – wobei die Ehe wohl an Stelle einer Adoption geschlossen wurde. Nach dem Tod seiner Gemahlin im Jahr 1623 ließ Graf Georg Ludwig die alte Burg abtragen und in den Jahren 1628 bis 1643 das vierkantige, um einen Arkadenhof gelegene Renaissanceschloss erbauen.

Das Schloss Obermurau verblieb bis in die heutige Zeit im Eigentum des im Jahr 1670 vom Kaiser in den Fürstenstand erhobenen Hauses Schwarzenberg. Heute befindet sich im Schloss neben Privaträumen auch die Forstverwaltung der Wälder der Familie Schwarzenberg.[1] Allein rund um Murau gehören 18.000 ha Waldfläche zum Besitz der Schwarzenbergs.[1] Die ›Fürstlich Schwarzenberg’sche Familienstiftung, Vaduz‹ bevorzugt statt der durch die NS-Zeit belasteten Bezeichnung ›Obermurau‹ den Namen ›Schloss Murau‹.

Literatur

  • 350 Jahre auf Murau. (Haus Schwarzenberg). In: Blau-weiße Blätter. Schwarzenbergische Zeitschrift 15, 1967, 2, S. 4–7.
  • Judith Ebner-Zamazal: Das Schwarzenbergsche Schloss in Murau. Suche nach den architektonischen Wurzeln in Mittelfranken. Graz 2003, (Diplomarbeit, Univ. Graz 2003).
  • Wolfgang Wieland: Anna Neumanin von Wasserleonburg. Die Herrin von Murau. 2. Auflage. Selbstverlag, Murau 1999, ISBN 3-9501004-0-7.
  • Wolfgang Wieland: Schloß Murau. Schwarzenbergische Archive, Murau 1994.

Weblinks

 Commons: Schloss Obermurau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Eigenangaben in Pro Holz, dem Magazin des österreichischen Bundesholzwirtschaftsrat , abgerufen am 29. April 2010.

47.11184444444414.169233333333Koordinaten: 47° 6′ 43″ N, 14° 10′ 9″ O