Schloss Sigharting

Schloss Sigharting von Norden

Das Schloss Sigharting in Sigharting im Innviertel wurde als Wasserschloss im Jahre 1570 von Hector von Pürching anstelle eines Vorgängerbaus errichtet, jedoch wurde der Wassergraben bereits im 18. Jahrhundert wieder zugeschüttet. Es ist ein dreigeschoßiger quadratischer Bau im Ausmaß von 23 x 23 Metern. Im Inneren befindet sich ein bemerkenswerter Arkadenhof, der auf zwei Stockwerken mit den Wappen der Herren von Pürching, bzw. deren Ehefrauen geschmückt ist.

Nach dem Aussterben der Pürchinger kam das Schloss am 7. September 1639 an Graf Hans Adolph von Tattenbach auf St. Martin, der den Großteil des Mobiliars versteigern ließ. In der Folge beherbergte das Gebäude lediglich den herrschaftlichen Verwalter und Jäger. Im Jahr 1870 wurde das Schloss schließlich von der Gemeinde Sigharting um 3000 Gulden erworben, denn es wurden ab dem 19. Jahrhunderts diverse Grundfunktionen des Ortes im Schloss untergebracht. So beherbergte es die Gemeindekanzlei von 1850 bis 1950, die Volksschule von 1837 bis 1970 und die Gendarmerie von 1936 bis 1950. Heute dient das Schloss als Heimatmuseum und als Kulturzentrum für verschiedenste Konzerte und Ausstellungen.

Das Gebäude steht unter Denkmalschutz (§ 2a DSG).

Literatur

  • Herbert Erich Baumert, Georg Grüll: Burgen und Schlösser in Oberösterreich. Band 2: Innviertel und Alpenvorland. 2. erweiterte Auflage. Birken-Verlag, Wien 1985, ISBN 3-85030-049-3 (formal falsche ISBN).
  • Norbert Grabherr: Burgen und Schlösser in Oberösterreich. Ein Leitfaden für Burgenwanderer und Heimatfreunde. 3. neubearbeitete Auflage. Oberösterreichischer Landesverlag, Linz 1976.
  • Oskar Hille: Burgen und Schlösser in Oberösterreich einst und jetzt. Berger, Horn 1975, ISBN 3-85028-023-3.
  • Rupert Ruttmann: Heimatbuch Sigharting. Verlag Moserbauer, Mattighofen 1989.

Weblinks

 Commons: Schloss Sigharting – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

48.39527777777813.599444444444Koordinaten: 48° 23′ 43″ N, 13° 35′ 58″ O