Sonneck (Berg)

Sonneck
Sonneck von Süden

Sonneck von Süden

Höhe 2260 m ü. A.
Lage Tirol, Österreich
Gebirge Kaisergebirge
Geographische Lage 47° 33′ 43″ N, 12° 17′ 0″ O47.56194444444412.2833333333332260Koordinaten: 47° 33′ 43″ N, 12° 17′ 0″ O
Sonneck (Berg) (Tirol)
Sonneck (Berg)
Normalweg Scheffau – Kaiserhochalm – Kopfkraxen – Sonneck

Das Sonneck ist ein 2.260 Meter hoher Berg im Kaisergebirge in den nördlichen Kalkalpen. Auf seinem weitläufigen Gipfel steht ein solides Gipfelkreuz, das Panorama ist umfassend, besonders reizvoll sind die Blicke auf die Ellmauer Halt, den Treffauer und zum Hintersteiner See.

Lage

Das Sonneck erhebt sich im westlichen Teil des Wilden Kaisers im Hauptkamm zwischen Hackenköpfe, Kopfkraxen im Westen sowie Ellmauer Halt und Treffauer weiter östlich. Es gehört noch zu den höheren Kaisergipfeln, wird aber selten bestiegen.

Routen

Das Sonneck zählt zu den leichteren, aber auch ziemlich unbekannten Gipfeln des Kaisergebirges. Es ist entweder von Süden oder von Norden aus über zwei verschiedene Steige für erfahrene und trainierte Bergsteiger zu erreichen.

  • Südroute: 4 Stunden im Aufstieg, 3 Stunden im Abstieg, 1.350 Höhenmeter

Ausgangspunkt dieser Route ist Scheffau am Wilden Kaiser. Bis zum Gasthaus Jägerwirt (910 m) darf mit dem Auto gefahren werden, ab dort zu Fuß, anfangs noch beschaulich über Wald- und Wiesengelände. Nach knapp 2 Stunden ist die Kaiser-Hochalm erreicht, anschließend wird es steiler, auf der Südseite des Sonnensteins vorbei, dann über Latschenhänge und freies, schrofiges Gelände anstrengend auf den Kopfkraxen, dem Vorgipfel. An sonnigen, heißen Tagen muss unbedingt früh losgegangen werden, sonst wird dieser Aufstieg zur Qual. Ab dem Kopfkraxen anspruchsvoller über den luftigen, aber gesicherten Verbindungsgrat mit kurzem Gegenanstieg hinüber zum Gipfel des Sonnecks. Das letzte Stück verlangt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.

  • Nordroute: 6 Stunden im Aufstieg, 4,5 Stunden im Abstieg, 1.750 Höhenmeter

Ausgangspunkt dieser Route ist Sparchen, ein Stadtteil von Kufstein. Zunächst muss ein längerer Anmarsch in Kauf genommen werden, welcher jedoch landschaftlich überaus reizvoll ist. In 2,5 Stunden geht es durch das Kaisertal vorbei an Pfandlhof und Antoniuskapelle zum Anton-Karg-Haus in Hinterbärenbad. Dort kann übernachtet werden. Die bezeichnete, aber selten begangene Route folgt noch einer halben Stunde dem Bettlersteig in Richtung Kaindlhütte, bis der Weg zum Sonneck abzweigt. Nicht allzu aufregend, in kontinuierlich steiler Steigung zieht der Steig hoch ins Gamskar (das seinen Namen zurecht trägt) und führt übers Gamskarköpferl schließlich durch ein Geröllkar mühsam auf den Gipfel des Sonnecks.

  • Gratübergang

Es ist möglich, vom Sonneck über Kopfkraxen, Wiesberg und Hackenköpfe den kompletten Grat bis zum Scheffauer zu überschreiten. Diese Route ist jedoch kräftezehrend, langwierig, nicht markiert oder gesichert, zudem teilweise recht ausgesetzt und mit etlichen Gegenanstiegen gewürzt. Sie darf nur von trittsicheren und schwindelfreien Bergsteigern mit Ortskenntnis und alpiner Erfahrung begangen werden. Der gesamte Übergang vom Sonneck bis zum Scheffauer dauert etwa 3 Stunden, anschließend muss noch entweder zur Kaindlhütte oder zum Hintersteiner See abgestiegen werden. Diese Gratüberschreitung wird gerne in Gegenrichtung begangen, ihre Länge und Schwierigkeit jedoch häufig unterschätzt.