Starzinger

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für die japanische Anime-Serie, siehe Science Fiction Saiyuki Starzinger
Starzinger
Rechtsform GmbH & Co KG
Gründung 1906
Sitz Frankenmarkt, Österreich
Leitung Ludmilla Starzinger
Mitarbeiter 230[1]
Umsatz 52 Mio. Euro[1]
Branche Lebensmittel
Produkte Getränke
Website www.starzinger.at
Stand: 2010 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2010
Unternehmenssitz in Frankenmarkt

Die Starzinger GmbH & Co KG ist ein österreichisches Getränkeabfüllunternehmen aus Frankenmarkt. Neben der Schartner Bombe Limonade vertreibt Starzinger u.a. auch Frankenmarkter und Juvina Mineralwasser.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

1906 begann der Wirt Josef Starzinger neben der seinerzeit üblichen eigenen Produktion auch Getränke abzufüllen, so Limonaden und Sodawasser. Sein Sohn August Starzinger (* 1912) führt das Unternehmen weiter. Im Zuge des Wiederaufbaus wurde die Produktionsweise auf Automatisierung umgestellt. Neben den Lizenzabfüllungen der Marken Afri-Cola, Frucade und Almdudler werden auch vermehrt eigene Marken produziert.

1977 übernahm August Starzinger jun. (* 1943) den Betrieb. In dieser Zeit wuchs das Unternehmen durch den Zukauf von Nachbargrundstücken zu seiner heutigen Größe heran.[2] 1985 kaufte die Firma die Frankenmarkter Privatbrauerei Bräu am Berg, und führt diese in ihrer ursprünglichen Form als kleines Traditionsunternehmen weiter. 1989 erwarb sie die Mineralwassermarken Juvina und Long Life. Im selben Jahr werden auch moderne Abfüllanlagen für Kunststoffflaschen und Aluminiumdosen errichtet.[2] Der ungarische Mineralwasserbetrieb in Bük wurde 1990 gekauft, und in Budapest eine Exportzentrale in weitere Ostländer eingerichtet. 1991 wurde im Zuge der Exportbemühungen die oberösterreichische Brauerei in Aspach erworben, um den Export von Bier zu steigern. Die österreichische Kultmarke Schartner Bombe – die „Limonade“ der Wirtschaftwunderzeit schlechthin – wurde 1995 übernommen, mit dem Ziel wieder an alte Glanzzeiten der Marke anzuknüpfen. Im Zuge von Qualitätsverbesserungsmaßnahmen wurde die Produktion der Schartner Bombe im Jahr 2000 nach Frankenmarkt verlegt, und 2003 erweitert.[3] Auch in der Mineralwassermarke Juvina setzte man auf heimische Qualität, und verlegte 2005 das ungarische Werk ins nahe burgenländische Deutschkreutz.[4]

1998 wurde eine unternehmenseigene Werbeagentur gegründet, die sich um den Bereich Produktentwicklung, Gestaltung und Marketing der Eigen- und Fremdmarken kümmert. 2010 übergab der bisherige Geschäftsführer August Starzinger 75 % des Unternehmens und damit die Führung der Getränkegruppe an seine Tochter Ludmilla Starzinger. Das ungarische Unternehmen Bomba! Energy Drink Kft. mit Sitz in Budapest wurde im selben Jahr von Sohn Markus Starzinger, der die Budapester Zentrale geleitet hatte, zu 100 % übernommen.

Heute ist Starzinger der drittgrößte Produzent von alkoholfreien Getränken in Österreich und auch im internationalen Markt tätig. Der Getränkeabfüller besitzt heute 4 PET-, 3 Glasflaschen- und 2 Dosen-Abfüllanlagen.[5] Das österreichische Familienunternehmen setzt auf regionale Qualität und Nachhaltigkeit in Sachen Umwelt. Es wurde 2011 zum österreichischen Leitbetrieb, einer Art Gütesiegel und wirtschaftlicher Auszeichnung, zertifiziert.[6][7]

Produkte

  • Schartner Bombe: Eine österreichische Limonade, erhältlich in verschiedenen Geschmacksrichtungen
  • Frankenmarkter Mineralwasser: ein nitritarmes Mineralwasser aus dem oberösterreichischen Frankenmarkt
  • Frankenmarkter Vitamin: ein Mineralwasser mit Vitaminen und Geschmack auf in diversen Sorten
  • Juvina: Ein Wellness-Mineralwasser aus den Deutschkreutzer Quellen im Burgenland
  • Bräu am Berg: Eine helles Lagerbier gebraut nach dem bayrischen Reinheitsgebot von 1516
  • Festbock: Ein leicht hopfiges Bockbier

Zahlen und Fakten

  • 230 Mitarbeiter
  • 5 Standorte in Österreich
  • Pro Stunde füllt Starzinger ca. 170.000 Einheiten ab
  • 250 Fremdmarken werden von Starzinger abgefüllt und weltweit vertrieben[6]
  • 42 Millionen Euro Umsatz 2001 [8] 45 Mio (2007)[9]; 52 Mio. (2010)[1]
  • Mehr als 30 % des Umsatzes durch die Lohnabfüllung von Fremdherstellern[1]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b c d Starzinger: Umsatz trotz schwerer Zeiten noch gesteigert. OÖNachrichten > Wirtschaftsraum OÖ, 20. Juli 2011.
  2. a b Geschichte. starzinger.at
  3. Starzinger vertraut in der Getränkeabfuellung auf Zenon (Österreich), copadata.com
  4. Juvina: Werk in Ungarn geschlossen, ORF Burgenland, 19. Juli 2005
  5. Über Starzinger, starzinger.at
  6. a b Starzinger GmbH & Co KG. Eintrag auf Leitbetriebe Austria
  7. Starzinger wurde zum Leitbetrieb zertifiziert, OÖNachrichten, 28. Juli 2011
  8. Mineralwasserspiegel steigt in Österreich. Bernhard Gedinger, Wiertschaftblatt, 28. Februar 2002
  9. Eine Familie bündelt erfolgreiche Marken, Handelszeitung, 13. Februar 2008