Unfallkrankenhaus Wien Lorenz Böhler

Webergasse 2 – 4: erstes Unfallkrankenhaus in Wien, heute AUVA Landesstelle Wien
Unfallkrankenhaus Wien Lorenz Böhler (Lorenz Böhler-Unfallkrankenhaus

Das Unfallkrankenhaus Wien Lorenz Böhler (Lorenz Böhler-Unfallkrankenhaus) ist ein Unfallkrankenhaus in der Donaueschingenstraße 13 im 20. Wiener Gemeindebezirk Brigittenau. Der Vorgängerbau war das erste Unfallkrankenhaus in Wien.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die ersten Anfänge für die Unfallchirurgie in Wien gab es sowohl an der I. Chirurgischen Klinik unter Anton Eiselsberg und der II. Chirurgischen Klinik des Allgemeinen Krankenhauses unter Julius Hochenegger, die an ihren Kliniken erste unfallchirurgische Abteilungen einrichteten.

Auf Drängen von Lorenz Böhler stellte die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt AUVA in einem ihrer Bürohäuser in der Webergasse 2 – 6 im 20. Wiener Gemeindebezirk zwei Stockwerke zur Verfügung, die in ein Unfallkrankenhaus umgebaut wurden. Mit den Arbeiten wurde 1923 begonnen, im Jahr 1925 erfolgte die Eröffnung. Lorenz Böhler wurde zum ärztlichen Leiter und Primar ernannt. In diesen Funktionen war er bis 1963 tätig und machte das Unfallkrankenhaus zu einem weltweiten Vorbild für Unfallkrankenhäuser [1]

Aus dem Spital mit ursprünglich 52 Betten entwickelte sich bis 1934 ein Krankenhaus mit 120 Betten sowie mehreren Operations- und Turnsälen. 1945 wurde das Unfallkrankenhaus durch Bombentreffer schwer beschädigt, der Betrieb konnte aber aufrechterhalten werden. Heute ist in dem Gebäude des ehemaligen Unfallkrankenhauses die AUVA Landesstelle Wien untergebracht.

Ein Jahr nach dem Rücktritt von Lorenz Böhler – 1964 - beschloss die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt den Neubau des Spitals in der Donaueschingenstraße. Baubeginn war im Jänner 1967. Am 9. November 1972 erfolgte die Inbetriebnahme des Lorenz Böhler-Unfallkrankenhauses.

1985 wurde am Unfallkrankenhaus Wien Lorenz Böhler eine Außenstelle der Wiener Heilstättenschule eingerichtet [2]

Ärztliche Direktoren

  • Lorenz Böhler (1925 – 1963)
  • Anton Perschl (1963 – 1968)
  • Josef Ender (1968 – 1969)
  • Jörg Böhler (1970 – 1983)
  • Johannes Poigenfürst (1984 – 1997)
  • Harald Hertz (1997 - )

Ausstattung

Das Unfallkrankenhaus Wien Lorenz Böhler verfügt in der Unfallchirurgie auf vier Stationen über 118 Betten und das Institut für Anästhesie und Intensivmedizin über eine Intensivstation mit 10 Betten.

  • medizinisch-chirurgisches Labor
  • Schockraum mit integriertem Computer-Tomographen und Röntgen für Schwerverletzte
  • 6 Operationssäle
  • Röntgen :
  • PACS Großgeräte:
  • Computer-Tomograph
  • Magnetresonanz-Tomograph
  • Durchleuchtung
  • Angiographie
  • 6 Aufnahmeplätze
  • 6 Bildwandler
  • farbcodierte Doppler-Sonographie
  • Ultraschallgerät
  • Physiotherapie:
  • Stationäre und ambulante Betreuung:
  • Einzel- und Gruppengymnastik
  • Elektrotherapie
  • Lasertherapie
  • Ultraschalltherapie
  • Lymphdrainage
  • Cybex
  • Lido

Forschungszentrum für Traumatologie der AUVA

Im Forschungszentrum für Traumatologie der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt arbeiten seit 1980 das Forschungsinstitut für Traumatologie der AUVA und das Ludwig Boltzmann Institut für Experimentelle und Klinische Traumatologie zusammen, um die diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen in der Unfallchirurgie und Intensivmedizin zu verbessern.

Sitz des Forschungszentrums ist das Unfallkrankenhaus Wien Lorenz Böhler. Seit 2003 besteht eine Außenstelle in Linz (Oberösterreich) [4]

Architektur

Webergasse 2 – 6

Das Haus Webergasse 2 – 6 in der Brigittenau wurde von Hans Schneider zwischen 1911 und 1912 als monumentaler Bau im neoklassizistischen Stil mit symmetrisch gegliederter Fassade mit Flachrisaliten und repräsentativen Säulenportalen mit Puttenfiguren errichtet. Es dient nach wie vor der AUVA als Bürogebäude.

Donaueschingenstraße 13

Architekt des Neubaus, der erstmals in Österreich in Stahlskelett-Leichtbauweise errichtet wurde, war Adolf Hoch.

Fußnoten

  1. http://www.aerztewoche.at/viewArticleDetails.do?articleId=3180
  2. http://www.heilstaettenschule.at/schulkinder%20im%20krankenhaus/pdf/Lorenz%20Boehler.PDF
  3. http://www.auva.at/esvapps/page/page.jsp?p_pageid=120&p_menuid=8892&p_id=6
  4. http://www.lbitrauma.org

Weblinks

Literatur

48.23666666666716.383888888889Koordinaten: 48° 14′ 12″ N, 16° 23′ 2″ O