VBV – Vorsorgekasse

  VBV – Vorsorgekasse AG
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Firmensitz der VBV – Vorsorgekasse, Obere Donaustraße 49–53, 1020 Wien
Staat Österreich
Sitz Wien
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 2002
Website www.vorsorgekasse.at
Geschäftsdaten 2011[1]
Bilanzsumme EUR 1.478,7 Mio.
Mitarbeiter 32
Leitung
Vorstand KR Heinz Behacker, Vorstandsvorsitzender,

Ing. Mag. Martin Vörös, Vorstand

Aufsichtsrat GD. Dr. Othmar Ederer, Vorsitzender

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Die VBV – Vorsorgekasse AG ist die größte Vorsorgekasse in Österreich.[2]

Die VBV – Vorsorgekasse wurde am 28. Juni 2002 als gemeinsame Tochter der Vereinigten Pensionskasse AG und der BVP – Pensionskassen AG gegründet (aus den Anfangsbuchstaben dieser Gesellschaften entstand die Kurzform VBV). Die Gründergesellschaften fusionierten mit dem 1. Januar 2004 zur VBV Pensionskasse.

Der operative Geschäftsbetrieb der Vorsorgekasse begann im Jahr 2003. Die Gesellschaft firmierte zu Beginn als Mitarbeitervorsorgekasse. Durch eine Gesetzesnovelle, die die Selbständigen in das Abfertigungsgesetz mit einbezieht, änderte sich der Firmenwortlaut mit 1. Januar 2008 von VBV Mitarbeitervorsorgekasse auf VBV Vorsorgekasse.

Die VBV betreut in Österreich jeden dritten Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Selbständigen im Bereich der obligatorischen betrieblichen Vorsorge. Sie vertreibt das Vorsorgeprodukt über einen großen Teil der Finanzdienstleister (Banken und Versicherungen), sowie Maklerkooperationen flächendeckend in Österreich.

Jede Vorsorgekasse in Österreich erhält eine Leitzahl (diese definiert die Vorsorgekasse und ist vergleichbar mit der Bankleitzahl bei Kreditinstituten). Die Leitzahl der VBV – Vorsorgekasse ist 71.600.

Inhaltsverzeichnis

Konzernstruktur und Beteiligungen

Folgende Aktionäre sind an der VBV direkt beteiligt: Betriebliche Altersvorsorge AG (91 %), Merkur Versicherung AG (3 %), Wüstenrot Versicherungs AG (3 %), Vorsorge der österreichischen Gemeindebediensteten (3 %).

Über die Beteiligung an der Betrieblichen Altersvorsorge AG sind indirekt an der Vorsorgekasse beteiligt: Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG, Vienna Insurance Group Wiener Städtische Versicherung, Österreichische Beamtenversicherung VvaG, UniCredit Bank Austria AG, Uniqa Versicherungen AG, Uniqa Personenversicherung AG, Donau Versicherung AG Vienna Insurance Group, Grazer Wechselseitige Versicherung AG, Sparkassen Versicherung AG Vienna Insurance Group, 3-Banken Beteiligung Gesellschaft m.b.H., Erste – Sparinvest Kapitalanlagegesellschaft mbH, Steiermärkische Bank und Sparkassen Aktiengesellschaft, Kärntner Sparkasse Aktiengesellschaft, Allgemeine Sparkasse Oberösterreich Bankaktiengesellschaft, Hypo Tirol Bank AG, Vorarlberger Landes- und Hypothekenbank AG, Tiroler Versicherung V.a.G, Vorarlberger Landes-Versicherung VaG, Bankhaus Carl Spängler & Co AG, Tiroler Sparkasse Bankaktiengesellschaft Innsbruck, Hypo Alpe-Adria-Bank AG, Hypo Alpe-Adria-Bank AG, Landes-Hypothekenbank Steiermark AG, Kärntner Landesversicherung a.G., Valartis Bank (Austria) AG

Aufgabe

Die Aufgabe der betrieblichen Vorsorgekasse ist die sichere Verwaltung und Veranlagung jener Beiträge, die nach dem Betrieblichen Mitarbeiter- und Selbständigenvorsorgegesetz (BMSVG)[3] zu leisten sind.

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  • Für nach dem 1. Januar 2003 geschlossene Dienstverhältnisse zahlt der Arbeitgeber 1,53 % des Bruttoentgelts ab dem 2. Beschäftigungsmonat über die Gebietskrankenkasse an die ausgewählte Vorsorgekasse ein.
  • Seit 1. Januar 2008 wurde das System der betrieblichen Vorsorge auch für freie Dienstnehmer, Selbständige und Freie Berufe geöffnet. Seit 1. Januar 2010 können auch Ziviltechniker an der Selbständigenvorsorge teilnehmen. Der Beitragssatz bei den Selbständigen beträgt ebenfalls 1,53 % (maximiert mit der Höchstbeitragsgrundlage).

Vorsorgekassen gewähren eine Bruttokapitalgarantie auf die einbezahlten Beiträge. Die Anwartschaften können unter bestimmten, gesetzlich klar definierten Voraussetzungen ausbezahlt werden; im Regelfall stellen sie einen wichtigen Beitrag zur zweiten Säule der Pensionsvorsorge dar (es besteht die Möglichkeit einer lebenslangen steuerfreien Zusatzrente).

Die in die Veranlagungsgemeinschaft zugeflossenen Beiträge stehen auf persönlichen Konten im wirtschaftlichen Eigentum der Anwartschaftsberechtigten.

Über 330.000 Selbständige und über 2,2 Millionen Dienstnehmer leisten Beiträge im Rahmen von insgesamt zehn Vorsorgekassen.[4] Das Obligatorium für Dienstnehmer, freie Dienstnehmer und Selbständige hat deshalb schon eine hohe Marktdurchdringung.

Das österreichische System der betrieblichen Vorsorgekassen ist in Europa einzigartig.

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist der zentrale Teil der Unternehmensstrategie.

Die VBV hat bereits 2002 zur Absicherung ihrer nachhaltigen Veranlagung einen Ethik-Beirat eingerichtet. Im Sinne eines werteorientierten Managements wurden gemeinsam mit den Beiratsmitgliedern – anerkannte Vertreter aus den Bereichen Ökologie, Gesundheit, Soziales und Ethik – Kriterien für eine nachhaltige Veranlagung festgelegt. Seit Anbeginn werden diese bei allen Investments berücksichtigt.

Die Gesellschaft hat sich ab 2006 entschieden, den jährlichen Geschäftsbericht mit dem Nachhaltigkeitsbericht zu verknüpfen. Er dient dazu, den Stakeholdern einen umfassenden Überblick über vergangene, aktuelle und zukünftige Entwicklungen und Leistungen der VBV – Vorsorgekasse zu geben. Im Sinne der Nachhaltigkeit werden dabei neben den ökonomischen Aspekten auch das soziale und ökologische Engagement des Unternehmens dargestellt.

Der Bericht über das Geschäftsjahr 2011 wurde gemäß dem Leitfaden für Nachhaltigkeitsberichterstattung der Global Reporting Initiative erstellt und mit (A+) ausgezeichnet.[5]

Die nachhaltige Ausrichtung der VBV wurde auch mit einer ISO 14001 Zertifizierung von QUALITY AUSTRIA bestätigt. ISO 14001 steht für zertifiziertes Umweltmanagement. Ziel ist die Förderung des Umweltschutzes und die Vermeidung von Umweltbelastungen im Einklang mit sozialen und wirtschaftlichen Erfordernissen.

Einzelnachweise

  1. VBV – Vorsorgekasse, Geschäftsbericht 2011/Seite 27 und 52
  2. GPA Homepage, BVK-Vergleich
  3. Betriebliches Mitarbeiter- und Selbständigenvorsorgegesetz
  4. VBV-Vorsorgekasse Geschäftsbericht 2011/Seite 18
  5. VBV-Vorsorgekasse Geschäftsbericht 2011/Seite 73

Weblinks