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vom 06.07.2020, aktuelle Version,

VBV – Vorsorgekasse

Die VBV – Vorsorgekasse AG ist die größte Vorsorgekasse in Österreich.[1] Sie ist eine Gesellschaft der VBV-Gruppe, einem Finanzdienstleistungsunternehmen im Bereich der betrieblichen Altersvorsorge in Österreich.

Allgemeines

Die VBV – Vorsorgekasse wurde am 28. Juni 2002[2] als gemeinsame Tochter der Vereinigten Pensionskasse AG und der BVP-Pensionskassen AG gegründet (aus den Anfangsbuchstaben dieser Gesellschaften entstand die Kurzform VBV).

Der operative Geschäftsbetrieb der Vorsorgekasse begann im Jahr 2003. Die Gesellschaft firmierte zu Beginn als Mitarbeitervorsorgekasse. Durch eine Gesetzesnovelle, die die Selbständigen in das Abfertigungsgesetz mit einbezieht, änderte sich der Firmenwortlaut mit 1. Januar 2008 von VBV Mitarbeitervorsorgekasse auf VBV Vorsorgekasse.

Die VBV betreut in Österreich Arbeitnehmer sowie Unternehmen und Selbständige im Bereich der obligatorischen betrieblichen Vorsorge. Sie vertreibt das Vorsorgeprodukt über Finanzdienstleister (Banken und Versicherungen) sowie österreichweit Maklerkooperationen. Bei der VBV - Vorsorgekasse wird Nachhaltigkeit als ein zentraler Teil der Unternehmensstrategie ausgelobt.

Jede Vorsorgekasse in Österreich erhält eine Leitzahl (diese definiert die Vorsorgekasse und ist vergleichbar mit der Bankleitzahl bei Kreditinstituten). Die Leitzahl der VBV – Vorsorgekasse ist 71.600.

Konzernstruktur und Beteiligungen

Die VBV – Vorsorgekasse ist eine von sieben Gesellschaften der VBV-Gruppe[3].

Folgende Aktionäre sind an der VBV - Vorsorgekasse direkt beteiligt: VBV - Betriebliche Altersvorsorge AG (91 %), Merkur Versicherung AG (3 %), Wüstenrot Versicherungs AG (3 %), Vorsorge der österreichischen Gemeindebediensteten (3 %).

Über die Beteiligung an der VBV - Betrieblichen Altersvorsorge AG sind indirekt an der Vorsorgekasse beteiligt: Erste Group Bank AG, WIENER STÄDTISCHE VERSICHERUNG AG Vienna Insurance Group, Österreichische Beamtenversicherung, Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, UniCredit Bank Austria AG, UNIQA Insurance Group AG, DONAU Versicherung AG Vienna Insurance Group, Grazer Wechselseitige Versicherung AG, Sparkassen Versicherung AG Vienna Insurance Group, UNIQA Österreich Versicherungen AG, 3-Banken Beteiligung Gesellschaft m.b.H., Steiermärkische Bank und Sparkassen Aktiengesellschaft, Kärntner Sparkasse Aktiengesellschaft, Allgemeine Sparkasse Oberösterreich Bankaktiengesellschaft, Hypo Tirol Bank AG, Vorarlberger Landes-Versicherung V.a.G., Vorarlberger Landes- und Hypothekenbank AG, Tiroler Versicherung V.a.G, Bankhaus Carl Spängler & Co AG, Austrian Anadi Bank AG, Landes-Hypothekenbank Steiermark AG, Kärntner Landesversicherung a. G.

Aufgabe der Vorsorgekassen

Die Aufgabe der betrieblichen Vorsorgekasse ist die sichere Verwaltung und Veranlagung jener Beiträge, die nach dem Betrieblichen Mitarbeiter- und Selbständigenvorsorgegesetz (BMSVG)[4] zu leisten sind.

  • Für nach dem 1. Januar 2003 geschlossene Dienstverhältnisse zahlt der Arbeitgeber 1,53 % des Bruttoentgelts ab dem 2. Beschäftigungsmonat über die Gebietskrankenkasse an die ausgewählte Vorsorgekasse ein.
  • Seit 1. Januar 2008 wurde das System der betrieblichen Vorsorge auch für freie Dienstnehmer, Selbständige und Freie Berufe geöffnet. Seit 1. Januar 2010 können auch Ziviltechniker an der Selbständigenvorsorge teilnehmen. Der Beitragssatz bei den Selbständigen beträgt ebenfalls 1,53 % (maximiert mit der Höchstbeitragsgrundlage).

Vorsorgekassen gewähren eine Bruttokapitalgarantie auf die einbezahlten Beiträge. Die Anwartschaften können unter bestimmten, gesetzlich klar definierten Voraussetzungen ausbezahlt werden; im Regelfall stellen sie einen wichtigen Beitrag zur zweiten Säule der Pensionsvorsorge dar (es besteht die Möglichkeit einer lebenslangen steuerfreien Zusatzrente).

Die in die Veranlagungsgemeinschaft zugeflossenen Beiträge stehen auf persönlichen Konten im wirtschaftlichen Eigentum der Anwartschaftsberechtigten.

Circa 425.000 Selbständige und Freiberufler sowie rund 3,5 Millionen Dienstnehmer leisten Beiträge im Rahmen von insgesamt acht Vorsorgekassen.[5] Das Obligatorium für Dienstnehmer, freie Dienstnehmer und Selbständige hat deshalb schon eine hohe Marktdurchdringung.

Das österreichische System der betrieblichen Vorsorgekassen ist in Europa einzigartig. Die Betrieblichen Vorsorgekassen gehören zu den Vorzeigemodellen in Europa, da durch das Rucksackprinzip die erworbenen Ansprüche mitgenommen werden können und somit jeder Arbeitnehmer eine Abfertigung erhält. Auch die Unternehmer können sich in diesem System auf eine soziale Absicherung verlassen.[6]

Auszeichnungen & Zertifikate

Der Verein für Konsumenteninformation zeichnete die VBV beim Test aller Vorsorgekassen 2016 als Testsieger aus. Das Unternehmen erhielt als einzige Vorsorgekasse die Note Sehr gut. Der Spitzenplatz wurde auch für 2017 und 2018 bestätigt.[7] Seit 2016 ist der Finanzdienstleister österreichischer Klimaschutzpreisträger der Kategorie Betriebe[8]. 2017 wurde dem Unternehmen der Staatspreis für Unternehmensqualität verliehen[9].

Einzelnachweise

  1. GPA Homepage, BVK-Vergleich
  2. VBV – Vorsorgekasse: Seit 15 Jahren Vorreiter in nachhaltiger Veranlagung. Abgerufen am 27. März 2019 (englisch).
  3. VBV: Unternehmens-Profil. Abgerufen am 30. Januar 2019.
  4. Betriebliches Mitarbeiter- und Selbständigenvorsorgegesetz
  5. Plattform der Vorsorgekassen
  6. Dr. Fritz Janda: Betriebliche Vorsorgekassen in Österreich. Plattform der Betrieblichen Vorsorgekassen, 2018, abgerufen am 27. März 2019.
  7. Verein für Konsumenteninformation
  8. Österreichischer Klimaschutzpreis 2016, bmnt.gv.at. Abgerufen am 30. Januar 2019.
  9. Staatspreis Unternehmensqualität 2017 für VBV – Vorsorgekasse - Quality Austria. Abgerufen am 30. Januar 2019.