Virilist

Als Virilist (lat. vir = Mann) bezeichnete man im Konstitutionalismus des 19. Jahrhunderts im Deutschland und Österreich eine Person, die aufgrund ihres Amtes als Bischof, als Richter[1] oder Rektor einer Universität einen Sitz ex-officio in einer legislativen Körperschaft innehatte.

Diese Begrifflichkeit war u. a. auch in Siebenbürgen[2] gebräuchlich. In Österreich wurden sie vom Kaiser in das Herrenhaus berufen.

Selbst heute noch existiert diese Bezeichnung, so zum Beispiel im Österreich-Konvent des österreichischen Parlaments.[3]

Siehe auch: Virilstimme

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Richterinnen und Richter in Österreich
  2. Kurze Geschichte Siebenbürgens
  3. www.parlinkom.gv.at