Weingut Hans Igler

Das Weingut Hans Igler in Deutschkreutz ist ein österreichisches Weingut im Weinbaugebiet Mittelburgenland.

Gegründet wurde das Weingut von Hans Igler, der in den 1980er Jahren als einer der raren Pioniere des österreichischen Qualitätsrotweins in Erscheinung trat. Seit seinem Tod im Jahr 1994 führen den Betrieb seine Tochter Waltraud Reisner-Igler und deren Ehemann Wolfgang Reisner; das Andenken des Pioniers wird bis heute im Firmennamen gewürdigt.

Die Rebfläche beträgt 35 Hektar (Stand 2011), wovon 98 Prozent mit roten Rebsorten, hauptsächlich Blaufränkisch und Cabernet Sauvignon, bestockt sind. Die Jahresproduktion erreicht 180.000 Flaschen, die bekanntesten Weine sind die Cuvées Vulcano und Ab Ericio. Die bekanntesten Lagen sind Biiri und Hochberg. Das Weingut Hans Igler steht für kräftige, körperreiche Rotweine. Reinsortig werden vor allem Blaufränkische produziert; das Weingut bemüht sich auch um einen hochwertigen Cabernet Sauvignon im Reservebereich, der ebenso reinsortig ausgebaut wird.

Ein besonderes Renommée hat sich das Weingut mit dem reinsortigen Reserve-Blaufränkischen Biiri erworben, der bei Vinaria kontinuierlich als „Top-Wein“ ausgewiesen wurde und mit dem das Weingut Hans Igler 2011 den Falstaff-Sieg erringen konnte.[1] Auch sonst ist das Weingut häufig als Träger von hochrangigen Auszeichnungen in Erscheinung getreten.[2]

Im Jahr 2009 übersiedelte das Weingut in den ehemals dem Schloss Deutschkreutz beigeordneten Schaflerhof. Jahrhundertelang hatte er als Gutshof der fürstlichen Familie Esterházy fungiert. Heute zählt das in vorbildlicher Weise revitalisierte historische Gemäuer zu den Top-Sehenswürdigeiten des Blaufränkischlandes.[3] Im Jahr 2010 übernahm Juniorchef Clemens Reisner die Kellerverantwortlichkeit im Schaflerhof.

Seit 2011 engagieren sich Waltraud Reisner-Igler und Wolfgang Reisner zudem in der neu gegründeten „Deutschkreutzer Weinmanufaktur“. Diese als Gesellschaft mit beschränkter Haftung gegründete Firma wurde von dem befreundeten Ehepaar Maria und Michael Höferer mit Unterstützung von Waltraud Reisner-Igler und Wolfgang Reisner (sie sind für die Weine verantwortlich) ins Leben gerufen. Sie ging aus der vormaligen Deutschkreutzer Winzergenossenschaft hervor und verarbeitet Traubenmaterial aus einer Rebfläche von 20 Hektar (Stand 2012).[4]

Einzelnachweise

  1. Die Sieger des Falstaff Rotweinguides 2011. Abgerufen am 11. Jänner 2012.
  2. Peter Moser: Falstaff. Weinguide 2008/2009. Österreich. Südtirol. Falstaff, Wien 2008, ISBN 978-39502147-8-9, S. 584f.
  3. Johann Werfring: Hohe Dynamik im Schaflerhof. In: Vinaria. Österreichs Zeitschrift für Weinkultur, Heft 4 (2011), S. 76.
  4. Vinaria. Weinguide 2011/12. Die 3500 besten Weine Österreichs. Edition LWmedia, Krems 2011, ISBN 978-3-9502275-3-6, S. 400.

Literatur

Weblinks

47.616.628333333333Koordinaten: 47° 36′ 0″ N, 16° 37′ 42″ O