Wiener Sprachblätter

Wiener Sprachblätter
WSB-Titel
Beschreibung Vierteljahresschrift für gutes Deutsch und abendländische Sprachkultur
Verlag Verein Muttersprache
Erstausgabe 12. Juni 1951
Erscheinungsweise vierteljährlich
Verbreitete Auflage (Eigenangabe im Mai 2007) 1.350 Exemplare
Herausgeber Verein Muttersprache
Weblink www.muttersprache.at
ISSN 1018-4570

Die Wiener Sprachblätter sind die Zeitschrift des größten Sprachvereins Österreichs, des Vereins Muttersprache.

Inhaltsverzeichnis

Zur Geschichte

Die „Wiener Sprachblätter, Zeitschrift für gutes Deutsch“ erschienen erstmals am 12. Juni 1951. Seit 1959 erscheinen sie vierteljährlich in einer Auflage zwischen 1500 und 2000 Stück. Schriftleiter ist zur Zeit Christoph Fackelmann. Von 1998 bis 2009 war Gottfried Fischer Schriftleiter.

Eine gleichnamige Zeitschrift wurde vom Vorgängerverein, dem »Zweig Wien« des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins, ab 1931 bis zu dessen Verbot 1943 durch die NS-Führung herausgegeben.

Ziele

Die Wiener Sprachblätter beschäftigen sich mit dem Themenkreis Sprachkritik, Sprachpflege und Sprachwissenschaft. Sie wollen das Sprachbewusstsein schärfen. Sie kritisieren zum Beispiel die Verwendung bestimmter Fremdwörter und ersetzen Anglizismen durch deutsche Wörter. So verwenden die Wiener Sprachblätter beispielsweise anstatt des weitverbreiteten Begriffes „Internet“ das Wort „Weltnetz“.[1]

Außerdem wollen die Wiener Sprachblätter über Mängel der Rechtschreibreform von 1996 aufklären, für deren Beseitigung im Jahre 2004 der zwischenstaatliche Rat für deutsche Rechtschreibung eingerichtet wurde. Überdies pflegen sie die Mundart und die Fraktur-Schrift, deren Verdrängung im Jahre 1941 mit dem „Hitler-Bormann-Erlass“ eingeleitet wurde. Die Sprachblätter verwenden daher die Rechtschreibung in der Version vor der Reform von 1996 (einzelne Artikel sind jedoch auf Wunsch des Autors auch in moderner Rechtschreibung) und erscheinen teilweise in gebrochener Schrift, teilweise in Antiqua-Schreibung.[2]

Autoren

Zu den Autoren der Wiener Sprachblätter zählten und zählen Sprachwissenschaftler wie Theodor Ickler und Gottfried Fischer, Politiker wie Thomas Klestil und Wilhelm Brauneder, Schriftsteller, Dichter, Lehrer, Professoren wie Leopold Vietoris oder Johann Knobloch (Sprachwissenschaftler) und Diplomaten wie Franz Rader[3].

Quellen

  1. Wiener Sprachblätter im Netz: Wörter und Unwörter, 19. Mai 2007
  2. Wiener Sprachblätter im Netz: Ziele der Wiener Sprachblätter, 19. Mai 2007
  3. http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20111130_OTS0029/bundespraesident-dr-heinz-fischer-gratuliert-gesandten-ir-dr-franz-rader-zum-geburtstag