Wolfgang Rainer

Wolfgang Rainer (* 16. April 1959 in Salzburg) ist ein ehemaliger österreichischer Politiker (SPÖ) und Sekretär des Österreichischen Gewerkschaftsbundes. Er war von 1994 bis 2004 Abgeordneter zum Salzburger Landtag.

Inhaltsverzeichnis

Ausbildung und Beruf

Rainer besuchte zwischen 1965 und 1969 die Volkschule in Hallein und absolvierte danach von 1969 bis 1974 die Halleiner Hauptschule. Er begann 1975 eine Lehre als Maschinenbauer in Gröding und leistete im Jahr 1977 seinen Präsenzdienst ab. 1978 schloss er seine Lehre als Maschinenbauer ab, woraufhin er 1981 auch die Werkmeisterprüfung erfolgreich bestand. Rainer wechselte in der Folge jedoch den Beruf und wurde 1983 Sekretär des Österreichischen Gewerkschaftsbundes. In diesem Zusammenhang absolvierte er auch die Sozialakademie der Arbeiterkammer Wien in Mödling. 1988 wechselte er als Landessekretär zur Gewerkschaft Bau-Holz, für die er bis 2002 tätig war. Bereits im August 2001 war er auf Grund strafrechtlicher Vorwürfe vom Dienst als Landessekretär suspendiet worden.[1] Rainer ist seit 2004 Geschäftsführer der „Prasenta Rainer & Partner KEG“ in Hallein.

Politik und Funktionen

Rainer trat der Sozialistischen Partei Österreichs bei und war innerparteilich von 1986 bis 1992 als Sektionsvorsitzender der SPÖ Hallein-Altstadt aktiv. Er engagierte sich von 1988 bis 1995 als Obmann der Pensionsversicherungsanstalt der Arbeiter in Salzburg und war von 1989 bis 1994 als Kammerrat der Arbeiterkammer Salzburg aktiv. Er übernahm 1992 die Funktion des Bezirksparteivorsitzenden der SPÖ Tennengau und war zudem Mitglied des Landesparteivorstandes und des Landesparteipräsidiums der SPÖ Salzburg. Am 2. Mai 1994 wurde Rainer als Abgeordneter zum Landtag angelobt. 1999 gab Rainer bei der Gendarmerie an, dass ihm Gewerkschaftsgelder aus dem Handschuhfach seines Autos gestohlen worden seien. Nachdem Zweifel an dieser Darstellung aufgetaucht waren, wurde der Sachverhalt vor Gericht gebracht, wobei Rainer zunächst freigesprochen wurde. Im März 2002 wurde Rainer jedoch rechtskräftig wegen Veruntreuung und dem Vortäuschen eines Diebstahls zu einer Geldstrafe verurteilt.[2]

Rainer trat in der Folge 2002 aus der SPÖ aus und legte seine Funktionen als SPÖ-Bezirksparteivorsitzender sowie Mitglied des Landesparteivorstandes und des Landesparteipräsidiums zurück. Er war in der Folge vom 19. März 2002 bis zum 27. April 2004 „wilder Abgeordneter“ im Salzburger Landtag.

Einzelnachweise

  1. ots.at „Klare Linie - Konsequenzen gezogen. Unschuldsvermutung gilt, trotzdem Suspendierung“, 27. August 2001
  2. derstandard.at „Salzburg: Ratlose SP auf Nachfolgersuche“, 15. März 2002

Literatur