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Gams bei Hieflau Gams, Hieflau #

Heimatlexikon - Unser Österreich

"Heimatlexikon - Unser Österreich"#

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Pfarrkirche zum heiligen Josef
Pfarrkirche zum heiligen Josef
© Bayerl, K.& F. Friedl

Gams, zwischen Hochschwab und Gesäuse gelegen, inmitten des "Naturparks Steirische Eisenwurzen", wird vielfach als das "Grüne Herz von Österreich" bezeichnet (das Gebiet liegt geographisch im Zentrum Österreichs).

Der Name Gams selbst hat nichts, wie man vielleicht vermuten könnte, mit dem Wappentier der Gemeinde, der Gämse, zu tun, sondern kommt vermutlich vom slawischen "Gemze", was so viel wie "steinige Gegend" heißt.

Das Besondere der Landschaft um Gams liegt im Gegensatz zwischen sanftem Mittelgebirge und steil aufragenden Bergen. Zwischen den Bergzügen im Norden und Süden erstreckt sich das Bergland des Gamser Beckens: es reicht vom Salzatal, nahe der Mündung in die Enns, in östlicher Richtung bis zum Thorsattel und hat eine Länge von 15 Kilometern.

Schneckenart
Schneckenart
© Bayerl, K.& F. Friedl

Die "steinige Gegend", das Felsgebirge der umliegenden Berge, bietet dem Erholungssuchenden verschiedenste Freizeitmöglichkeiten an: Wandern, Schifahren, Paddeln und Rafting (auf der nahen Salza) u.v.m.

Gams ist ein wahres Paradies für den Fossiliensammler und Mineraliensammler.

Im 6. Jh. kamen die Slawen bis nach Admont und in geringerem Umfang auch bis nach Gams, wobei Wald und Gebirge ein Hindernis für die Erschließung eines Gebietes waren. So war es bis ins Mittelalter großteils unbewohnt, erst im 14. Jh. war die Besiedlung unter dem Stift Admont weitgehend abgeschlossen. Zu den besonderen Attraktionen zählen die Kraushöhle (einzige Gipskristallhöhle im deutschsprachigen Raum), das GeoZentrum mit GeoPfad und GeoRad, die (historischen) Wassermühlen und die wildromantische Klamm.

Gams früher
Gams früher
Es kam seither zu keiner wesentlichen Veränderung mehr in der Zusammensetzung und der Anzahl der Bauernhöfe. Die Bevölkerung besteht selbst heutzutage meist aus alteingesessenen Bauern, Holzfällern, Handwerkern und den Nachkommen von Flößern und früheren Bergleuten, die im 15. Jh. aus Schwaben nach Gams eingewandert sind.

Literatur#

  • W. Steinhauser, Meine Heimat, Heimatbuch der Gem. G., 1998.

Quellen#


--> Gagat in den Ostalpen (Heimatlexikon)

--> Gams (1897) (Die Eherne Mark)


Redaktion: I. Schinnerl