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Margareten, Wien 5#

Heimatlexikon - Unser Österreich

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Margareten
Margareten auf dem Plan von Carl Graf Vasquez, um 1830.
Foto: Peter Gugerell. Aus: Wikicommons

Die Besiedlung der Vorstadt rund um das Margaretner Schloss (Margaretenplatz) reicht bis in das 12. Jahrhundert zurück. Sie hieß ursprünglich Matzleinsdorf und erhielt den Namen - nach der Patronin der gotischen Schlosskapelle - erst 1530.

Der um den Herrschaftssitz entstehende Gutsweiler entwickelte sich nur langsam zur Vorstadt, nachdem er in der zweiten Türkenbelagerung (1683) zerstört wurde. Mit der Übernahme durch die Stadt Wien 1727 wurden die bisherigen Gärten weitgehend verbaut. Im Vormärz entstanden einheitliche Straßenzüge, von denen sich einige Ensembles erhalten haben, wie in der Kettenbrücken-, Franzens- und Wehrgasse.

1769 erfolgte in Anwesenheit der Monarchen Maria Theresia und Joseph II. die Weihe der Josefskirche (Schönbrunner Straße 50). Die Margaretner Pfarrkirche "Zum hl. Josef" war als Gotteshaus des Armenhauses "Sonnenhof", einem früheren Meierhof des Margaretner Schlosses, gedacht. An der historischen Orgel der Josefskirche hatte Franz Schubert gespielt, der hier 1828 eingesegnet wurde. Das Hochaltarbild malte Bartolomeo Altomonte, ein Seitenaltarbild stammt von Franz Anton Maulbertsch.

Das Wappen zeigt die hl. Margareta auf Wolken, mit einem Kreuz und ihrem Attribut, dem Drachen.

--> Liste der Wiener Vorstädte

Quellen#

  • Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien
  • Walter Öhlinger (Hg.): Die Pläne der k.k. Haupt- und Residenzstadt Wien von Carl Graf Vasquez


Redaktion: hmw