unbekannter Gast

Ottakring, Wien 16#

Heimatlexikon - Unser Österreich

"Heimatlexikon - Unser Österreich"#

Ein Projekt von ServusTV in Zusammenarbeit mit dem Austria-Forum

Wappen., Foto: Hieke. Aus: Wikicommons
Wappen.
Foto: Hieke. Aus: Wikicommons

Der alte Vorort Ottakring ist namengebend für den 16. Wiener Gemeindebezirk. Ottakring hatte zwei Siedlungskerne, die schon lange vor der (im 12. Jahrhundert erfolgten) Erstnennung bestanden: Ein völlig verschwundener Weiler um die Lambertkirche (Johann Staud-Straße /Gallitzinstraße), wohl aus dem 9. Jahrhundert, und ein Grabendorf am Ottakringer Bach zwischen Sandleitengasse und Vorortelinie. Der immer wieder durch Kriege und Pest in Mitleidenschaft gezogene Ort wurde großteils von Bauern bewohnt und war im 19. Jahrhundert als Heurigenort bekannt. Zwischen dem alten Ortskern und der Arbeiter- und Handwerkersiedlung Neulerchenfeld entstand Neuottakring als Fabriksviertel. 1837 wurde die heute noch produzierende Ottakringer Brauerei errichtet. Mehrere aufgelassene Produktionshallen des historischen Brauereigebäudes, darunter der Gerstenboden, werden für Konzerte, Clubbings und andere Veranstaltungen genutzt.

Die Brauerei ist untrennbar mit der Familie Kuffner verbunden. Der Bierbrauer und Mäzen Moriz von Kuffner ließ 1884-1886 eine private Sternwarte in der Johann Staud-Straße 10, nach den Plänen von Franz Ritter von Neumann jun. bauen und großzügig mit Instrumenten ausstatten. Das international bekannte astronomisches Institut und galt als eine der bedeutendsten Sternwarten Monarchie. Sie verfügt noch heute über die vier im Jahr 1896 angeschafften Hauptinstrumente. Zur Erhaltung und zum Betrieb als Volkssternwarte konstituierte sich 1982 der Verein Kuffner-Sternwarte.

Die Pfarrkirche Altottakring "Zur Erhöhung des hl. Kreuzes" in der Johannes-Krawarik-Gasse befindet sich an Stelle einer josephinischen und einer mittelalterlichen Kirche. Die Pfarre bestand schon 1486. Die Weihe der jetzigen Kirche fand 1912 im Rahmen des Eucharistischen Kongresses, statt. Das Gotteshaus zeigt neoromanische Formen und hat einen 74 m hohen Turm. Rudolf Wiszkocsil war der Architekt. Der 1970 eingebaute Volksaltar enthält Reliquien des Wiener Stadtpatrons Clemens Maria Hofbauer.

Das Wappen zeigt einen Berg, auf dem ein Kreuzschild steht, darüber befindet sich eine Mitra.

--> Liste der Wiener Vororte

Quellen#


Redaktion: hmw