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Weikertschlag "Klafferquelle" Quelle und Kapelle#

Gemeinde Raabs/Thaya; Ort und Pfarre Weikertschlag/Thaya; Bezirk Waidhofen an der Thaya


Weikertschlag, Klafferquelle

Tourist Info

Tel: 02846 365

Wegbeschreibung

Stockerau - Maissau - Horn Irnfritz Weikertschlag, Bad Großpertholz, Gmünd, Niederösterreich

Wasserentnahme

Quelle frei zugänglich, viel Wasser



Der Ort:#

Er gehört zur Gemeinde Raabs an der Thaya und liegt auf einer Seehöhe von 450 Meter an der mährischen Thaya. Nur wenige Kilometer von der tschechischen Grenze entfernt genießt man hier Waldviertel pur, mit bezaubernden Wanderwegen durch unberührte Natur, mit einer Fülle von seltenen Pflanzen und Tieren. Eine Wanderung über den Agrarweg oder auf dem Vogellehrpfad ist nicht nur kurzweilig, sondern auch informativ. Im Ortsmuseum von Weikertschlag sind jene Gegenstände in Betrieb, die unsere Vorfahren "von der Wiege bis zur Bahre" durchs Leben begleitet haben. Auch Darstellungen der ehemaligen Handwerks- und Gewerbebetriebe sind im Museum zu sehen. In einer Scheune am Hauptplatz befindet sich ein Museumsstadl mit kompletten Einrichtungen und Geräten aus der Landwirtschaft, einer Wagnerei, Sattlerei, eines Scherenschleifers, Korbflechters, Pfannenflickers, Zimmermanns, Seilers und Binders.

Der Weg zur Quelle:#

Direkt am Hauptplatz fährt man in die bezeichnete Sackgasse - Klaffergasse - bis zu einem Parkplatz vor der gelb gestrichenen Kapelle neben der Thaya.

Weikertschlag, Klafferquelle
Während auf der linken Seite des Weges Häuser stehen, fließt rechts der Strom, gesäumt von hohen Bäumen. Etwa 2 km weiter findet man eine uralte Mühle.

Allgemeines:#

1178 wurde die "Klaffertränke" erstmals urkundlich erwähnt. Die heutige Kapelle entstand um 1700. Der Anlass war eine heilsame Quelle, deren Kraft der Legende nach verloren ging, als ein Bauer hier sein blindes Ross heilen wollte. Der Hellbrunnen wurde bei Augenleiden aufgesucht und es entwickelte sich eine örtliche Wallfahrt.

Die Quelle:#

Das Wasser entspringt unter der Kapelle und kommt heute aus dem Fundament. Die Quelle rinnt in kräftigem Strahl hier nicht aus dem üblichen Rohr, sondern über eine Fassung aus behauenem Stein in einen wertvollen, handgefertigten flachen Grander, der früher den Pferden als Tränke diente. In die Flussböschung wurde eine Einfriedung mit Sitzgelegenheiten gemauert, man hat von dort beides: den Blick auf den machtvollen Strom und auf die muntere Quelle. Große Laubbäume beschirmen das Heiligtum mit der besonderen Ausstrahlung.

Weikertschlag, Klafferquelle

Das Wasser:#

Vor Jahren hatte es noch beste Werte - sein Mineraliengehalt käme nahe an den der Mineralwässer heran. Bei einer regulären Wasseruntersuchung wurde laut Auskunft der Gemeinde Raab vor etwa 10 Jahren eine zu hohe Nitratbelastung festgestellt. Das Schild "Kein Trinkwasser", das der Gesetzgeber in solchen Fällen vorschreibt, wurde einige Male angebracht und verschwand auf geheimnisvolle Weise immer wieder.

Weikertschlag, Klafferquelle
Viele Menschen lassen sich "ihre" heilige Quelle nicht mies machen und es herrscht reger Betrieb - besonders an Wochenenden. Hier wird rechtsdrehendes Wasser geholt, das vorzüglich schmeckt. Es fließt so üppig, dass eine 1-l Flasche in knapp drei Sekunden voll ist. Eine Abfüllung ist jederzeit möglich, die Wassermenge ist immer gleichbleibend hoch.



'© "Heilige Quellen in Österreich"' von Siegrid Hirsch und Wolf Ruzicka.