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Pablo Picasso#

von Lukas Kathabi; BG/BRG Pestalozzi, 7a; Betreuung: Juschitz, Camhy; 72 Punkte;

Picasso
Pablo Picasso in seiner Villa bei Cannes 1957. Photographie von Franz Hubmann.
Bild ist von Imagno

Pablo Ruiz Picasso wurde am 25.10.1881 als Sohn von Maria Picasso López und des Zeichenlehrers José Ruiz Blasco und in Malaga geboren. Ab 1898 übernahm er den Mädchennamen seiner Mutter und nannte sich nur noch Picasso. Im Alter von 15 Jahren schaffte er die Aufnahmeprüfung an der Kunsthochschule in Barcelona. Nach einem Jahr studierte er an der „Academia San Fernando“ in Madrid und besuchte außerdem Museen und Künstlerkneipen. Er hatte schon damals erste erfolgreiche Ausstellungen und erste Veröffentlichungen von Illustrationen in Zeitungen in Barcelona. Seit 1901 signierte er seine Arbeiten nur noch mit „Picasso“.

Seinen ersten eigenen Stil entwickelte Picasso in der „blauen Periode“(1901 - 1904), in der er schwermütige Figurenbilder in verschiedenen Blautönen zur Hervorhebung des Bildhintergrunds malte. Beeinflusst von dem Leben in Barcelona stellte er Motive des menschlichen Elends in Form von Blinden, Bettler, Trinker und Prostituierten dar.

In seiner „rosa Periode“ von 1905 bis 1907 behielt Picasso, nachdem er nach Paris gezogen war, die schwermütige Stimmung seiner Bilder bei. In seinen Bildern stellte Picasso die die Welt der Zirkusse mit Gauklern, Harlekinen, Akrobaten und anderen Schaustellern dar. Gertrude Stein, eine reiche, extravagante Amerikanerin wurde zu einer wichtigen Förderin in diesen Jahre und gehörte zu den ersten Sammlerinnen seiner Werke.

Er lernte auch den Galeristen Vollard kennen, der ihm durch den Abkauf einiger Werke zu einer finanziellen Absicherung verhalf. In dieser Zeit leitete er mit dem Bild „Demoiselles d’Avignon“ seine erste kubistische Phase ein. Die Stilrichtung war durch eine radikale Reduktion des Gegenständlichen auf geometrische Strukturen geprägt und besonders seine Darstellung von Köpfen, die er in irritierenden Perspektiven abbildete, wurde zu seinem Markenzeichen. Picasso fing auch an mit Materialien zu experimentieren und erfand so in der folgenden Zeit die „Collage“.

In den zwanziger Jahren ließ er sich von den Surrealisten inspirieren und in den dreißiger Jahren interessierte er sich vermehrt für den Stierkampf, der zu einem zentralen Thema wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg beschäftigte er sich mit neuen Techniken, wie z.B. der Lithographie oder der Keramik.

Obwohl Picasso hauptsächlich als Maler bekannt war, fertigte er auch viele verschiedene Skulpturen an, die speziell in seinen letzten Lebensjahren eine dominierende Rolle einnahmen. In seinen plastischen Werken erkennt man den unerschöpflichen Drang Picassos immer wieder neue Formen zu schaffen und zu verändern; sie hatten somit eine in die zukunftsweisende Wirkung. Viele dieser Werke kamen erst nach seinem Tod an die Öffentlichkeit.

Picasso zog sich in seinen letzten Jahren nach Südfrankreich zurück und starb am 8. April 1973 im Alter von 91 Jahren. Heute befinden sich die meisten seiner Werke, über 200 Gemälde, 160 Skulpturen, Collagen, Zeichnungen und Keramiken im „Musée Picasso“ in Paris.

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  • Quelle 2: Feghelm, Dagmar: Pablo Picasso. Die Lebensgeschichte. Prestelverlag, München 2010.