Weißes Gold, Seite 55 - Austria-Forum : Web Books : Geschichtliches
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es fremden Eroberern zum Opfer fiel - wir wissen es nicht. Als die Römer ins Land kamen, siedelten sie in und um Hallstatt, und man könnte mit einer gewissen Berechtigung sagen, daß nur das Bergwerk sie in diesen abgelegenen Bergwinkel locken habe können; aber auch dafür fehlt jeder Hinweis. Erst im 13. Jahrhundert hören wir wieder vom Hallstätter Salzberg.
Der Eimerdeckel von Hallstatt. Nach E. v. Sacken
Der Dürrnberg bei Hallein
Neben Hallstatt verfügt Österreich noch über einen zweiten prähistorischen Salzbergbau: den Dürrnberg bei Hallein. An wissenschaftlicher Bedeutung ist diese Lagerstätte am nordwestlichen Rand der alpinen Salzscholle ihrem bis jetzt noch berühmteren Genossen beinahe ebenbürtig: hier wie dort gibt es reiche Grabfunde und den Nachweis prähistorischer Bergwerksanlagen. (Der Bergmann nennt die Stellen untertags, wo er auf Hinweise auf frühere Stollenarbeit trifft, „Alter Mann"; sind es prähistorische Reste, dann spricht er von „Heidengebirge".) Ja selbst mit einem „Mann im Salz", besser gesagt mit deren zwei, kann der Dürrnberg aufwarten - sie wurden 1577 und 1616 aufgefunden.
Die prähistorischen Gräber auf dem Dürrnberg stellen nicht, wie die von Hallstatt, ein geschlossenes Gräberfeld dar, sondern sind in größeren Abständen über die weite Hochfläche verstreut. Während die Grabungen in Hallstatt als abgeschlossen gelten können, wird der Dürrnberg noch auf lange Sicht eine Fundgrube für den Forscher sein. Allerdings sind die äußeren Umstände hier ungünstiger: die Gräber liegen auf Privatgrund,
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