Österreich Lexikon 1995, Band 1, Seite 48 - Austria-Forum : Web Books : Lexika
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Österreich Lexikon#
Band 1#
Richard und Maria Bamberger, Ernst Bruckmüller, Karl GutkasVerlagsgemeinschaft Österreich-Lexikon
1995
Altenmarkt im Yspertal lung des Ennstals, urspr. röm. (,,Ani"), bis ins 13. jh. Name ,,Rastat"; Dekanatskirche (Ende 14. Jh.) mit Madonna (Kalkstein, 1393) und Pietä (1394); alte alpine Paar- und Haufenhöfe. In A. liegt einer der wenigen Sbg. Karner (,,Annakapelle", 1395). - In der Nähe Skigebiet um den Zauchensee, Gondelbahn (Schwarzwandbahn) auf den Gamskogel (2186 m). Altenmarkt im Yspertal, NÖ., ME, Dorf, 498 m, im südl. Waldviertel am Fuß des Peilsteins (1060 m); Teil der Marktgem. Yspertal. - Urk. 1389, got.-barocke Pfarrkirche; Ysperklamm.
Wohnblöcke in Aheriaa. Lit.: J. Brettenthaler (Hg.), A. Chronik zur 9(X)-Jahrfeier der Pfarre A. i. P, 1974.
Geburts Jahrgang
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Personen I ledig verheiratet
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Altersstruktur: Altersaufbau der österreichischen Beivlkeruttg, 1991.
Alteriaa, Wohnpark, 1968-85 am S-Rand von Wien (23. Bez.) mit großdimensionierten Terrassenwohnblöcken nach Plänen der Arbeitsgemeinschaft H. Glück & Partner, K. Hlaweniczka, Requat & Reinthaller mit rd. 2900 Wohnungen und vielen Gemeinschaftseinrichtungen erbaut. Typisches Beispiel für die Wohnbauplanung Ende der 60er Jahre. Alternativbewegungen · neue soziale Bewegungen. Alternative grüne Parteien. Alternativenergie · Biomasse, * C.eothermie, · Sonnenenergie, " Windenergie. Alternativschulen, Privatschulen mit eig. Organisationsstatut und von den öffentl. Schulen abweichendem pädagog. Konzept, etwa in bezug auf Aufnahmevoraussetzungen, Anzahl der Schulstufen, Bildungsziele, Lehr- und Lernziele, Lehrstoff, Unterrichtsgegenstände und Stundenausmaß. Sie versuchen u. a. den Noten- und Leistungsdruck auf die Schüler zu verringern. In einigen von ihnen werden Fremdsprachen stärker gefördert oder Ergebnisse neuer techn. und wirt. Entwicklungen bes. berücksichtigt. Zeugnisse von A. sind rechtlich nicht mit denen öffentl. Schulen gleichwertig. Altersstruktur, Bevölkerung nach Altersjahrgängen. Die A. gehört zu den wichtigsten Kennzeichen einer Bevölkerung. Sie wird durch die Zahl der Geburten ( *Geburtenentwicklung), Zahl und Alter der Gestorbenen (Mortalität) und die internat. Zuund Abwanderung ( · Migration) bestimmt. Anhand der A. können Aussagen über die Anteile der sich im Pensionsalter befindlichen Menschen, der schulpflichtigen Kinder, der Kinder im Kindergartenalter, der Frauen im gebärfähigen Alter und des Arbeitskräftepotentials gewonnen werden. Derzeit sind 17,5 % der ö. Bevölkerung zw. 0 und 15, 62,2 % zw. 15 und 60 und 20,3 % über 60 Jahre. Der Anteil der über Sechzigjährigen wird in den nächsten Jahren stark steigen, die Altersgruppe der 0-15jährigen dagegen schrumpfen. Altersstufen, rechtserhebliche * rechtserhebliche Altersstufen. Altertumsvereine, im 19. Jh. regional oder lokal zur Sicherung und Beschreibung von Denkmälern und Errichtung von Museen gegr. Bald widmeten sie sich 28
der Heimat- und Landeskunde und sorgten für Publikationen. Vereine entstanden 1811 in Graz zur Erhaltung der Sammlungen des Erzhzg. > Johann (Joanneum), 1823 in Innsbruck, 1833 in Linz und 1834 in Salzburg zur Gründung eines Museums. Die Geschichtsvereine für Kä. und die Stmk. entstanden 1849/50 aus einem seit 1843 bestehenden ,,Hist. Verein für Innerösterreich". In Wien erlangte der 1853 gegr. ,,A. zu Wien" die größte Bedeutung (seit 1920 ,,Verein für Geschichte der Stadt Wien"). Für NÖ. wurde 1864 ein Verein für Landeskunde gegr. Wichtigkeit erlangten die ,,Numismatische Ges. in Wien" (1869), die ,,K. k. Heraldische Ges. · Adler" (1870), die ,,Anthropologische Ges. in Wien" (1870), die ,,Ges. für die Geschichte des Protestantismus in Ö." (1879) und der ,,Verein Carnuntum" (1884).
Lit.: J. Schwerdfeger, Die hist. Vereine Wiens, 19()8; K. Lechner, 1(X) Jahre Verein für Landeskunde von NÖ. und Wien, 1964.
Althan(n), aus Bayern bzw. OÖ. stammendes Adelsgeschlecht (Altheim), seit 1531 in Ö. seßhaft. Die A. zerfielen in mehrere Linien (Frain, Murstetten), erhielten 1609 den böhm. und 1610 den erblichen Reichsgrafentitel, sie stellten im 17./18. |h. bedeutende Mitgl. des Hofadels und bestehen bis heute.
Lit.: W. 1 lauser. Das Geschlecht derer von A., Diss., Wien 1949.
Althan(n), Gundacker Ludwig Graf, * 15. 5. 1665 Zwentendorf, t 28. 12. 1747 Wien. General, Diplomat, Hofbaudirektor. A. wurde im Span. Erbfolgekrieg und im Türkenkrieg 1716/17 als Offizier eingesetzt, 1716 wurde er zum Hofbaudir. ernannt, dem alle Bauämter der Erblande unterstellt waren. Er organisierte den Wiederaufbau der Festung Raab (C.yör), den Bau des Invalidenhauses in Budapest sowie der Hofbibl. und der Karlskirche in Wien, weiters den Ausbau von Stift Klosterneuburg und die Renovierung von Schloß Laxenburg. Er brachte die ksl. Gemäldegalerie in der Stallburg unter und richtete die von J. van Schuppen geleitete Malerakademie in seinem Haus ein.
Lit.: Prinz Eugen, Ausst.-Kat., Schloßhof 1986.
Althan(n), Michael Adolf Graf (1609), · 1574 Murstetten, t 7. 5. 1636 Wien, General, Diplomat, Vertrauter von Erzhzg. Matthias, bes. Kenner der Verhältnisse in der Türkei, gründete 1625 den kurzlebigen Ritterorden ,,Christianae Militiae" und das Jesuitenkolleg Krems.