Eibe #

Foto: Alfred Wolf
Foto: Alfred Wolf

Eiben (Taxus) sind langsam wachsende, immergrüne Nadelbäume. Sie können ein Alter von 1000 Jahren erreichen. Bereits die Neandertaler verwendeten Lanzen aus Eibenholz. Bronzezeitliche Pfahlbauten am Mondsee wurden aus diesem hergestellt. Im Mittelalter schätzte man das elastische, widerstandsfähige Eibenholz für den Bau von Bögen. Zwischen 1531 und 1590 exportierten allein Nürnberg und Bamberg (Deutschland) 500.000 Eibenbögen. In Süddeutschland wurden jährlich 10.000 Eiben für militärische Zwecke gefällt. Wagner, Schnitzer, Drechsler, Musikinstrumentenbauer verarbeiten das Holz, das auch im Bau und Wasserbau verwendet wird. Alle Pflanzenteile (mit Ausnahme des roten Samenmantels) sind giftig. Sie enthalten Alkaloide, die pharmakologische Anwendung finden. Eiben sind selten geworden, man pflanzt sie in Parkanlagen und auf Friedhöfen. Traditionell gelten sie als Totenbaum, Zauber und Blitz abwehrend.


Quellen: 
Beitl: Wörterbuch der deutschen Volkskunde. Stuttgart 1974. S. 160
Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens. Berlin 1927/1987. Bd. 2/Sp. 646
Wikipedia: Eiben (Stand: 12.5.09)