Innung#

Zunfttruhe, 1664, Foto: Wolf
Zunfttruhe, 1664, Foto: Wolf

Handwerker-Organisationen hießen im Mittelalter "Einung". Sie wurden im 13. und 14. Jahrhundert wiederholt von den Herrschern untersagt, da Niederlassungs- und Gewerbefreiheit bestehen sollte. Ursache der Verbote waren Preisabsprachen z.B. unter Fleischhauern, wodurch die Versorgung mit billigen Nahrungsmitteln gefährdet schien. Hingegen durften die Bruderschaften der Handwerker bestehen. 

Um 1800 bezeichnete "Innung" alle Zusammenschlüsse gewerblicher Produzenten der selben Branche oder Branchengruppe (Zunft, Zeche, Bruderschaft). Zunft kennzeichnete (seit dem 17. Jahrhundert) die von den einzelnen Handwerksverbänden erwirkten Regeln wie Autonomie oder Erschwerung der Zulassung zur Konkurrenz-Ausschaltung. 1859 wurde der Zunftzwang aufgehoben.


Quelle: Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien. Wien 1992-1997. Bd. 3 / S. 313 f., Bd. 5 /S. 716