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Jungbürgerfeier#

Jungbuerger

Nach dem Vorbild der Schweiz waren seit 1946 in vielen Gemeinden Österreichs, vor allem in Vorarlberg, Veranstaltungen für Jungbürger Brauch. Die ursprüngliche Form war, dem Zeitgeist entsprechend, sehr feierlich: Mit dem Erreichen der Volljährigkeit (damals 21 Jahre) wurde man mit Gelöbnis und Handschlag durch den Bürgermeister auf den Staat verpflichtet und mit einem Gedenkbuch beschenkt. Ansprachen, Musik und Liedvorträge begleiteten den Festakt im wappen- und fahnengeschmückten Saal. 1973 wurde Volljährigkeit auf 19 Jahre gesenkt, 2001 auf 18 Jahre.


Quelle: Beitl: Wörterbuch der deutschen Volkskunde. Stuttgart 1974. S. 419

Bild: Wiener Jungbürgerbuch, 1968