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Wiener Festwochen#

W_Festwochen

Die ersten Wiener Festwochen wurden 1951, noch in der Besatzungszeit, eröffnet. Sie wollten die Tradition der höfischen Barockfeste, die vielfältigen kulturellen Veranstaltungen der Bürger und Arbeiter fortsetzen. Im Gegensatz zu elitären Festspielen sollten sie ein demokratisches Volksfest, ein Festspiel der ganzen Stadt werden. Seither finden sich alljährlich Tausende Menschen bei der Festwocheneröffnung auf dem Rathausplatz ein. Die Liveübertragung wird von europäischen Fernsehanstalten übernommen.

2009 wurden die bisherigen Bezirksfestwochen-Veranstaltungen als Festival „Wir sind Wien“ neu organisiert und die Veranstaltungsdauer von 4-6 Wochen auf 23 Tage (1. bis 23. Juni) reduziert. Unter der Leitung des "Donauinselfest"-Erfinders Harry Kopiez nennt sich das Wiener Volksbildungswerk nun "Basis.Kultur.Wien". Sie formuliert: "Ziel des Festivals ist die Auseinandersetzung zeitgenössischen Kunst- und Kulturschaffens mit gesellschaftsrelevanten Fragestellungen, die Konfrontation der Menschen mit Kunst und Kultur in Alltagssituationen und die Nachhaltigkeit von Kulturprojekten."

Die "drei Säulen" des Festivals der Bezirke sind

  • Festivalbühne 1-23 (Für Kinder und Erwachsene, mit Künstlern aus dem jeweiligen Bezirk. Neue Wiener Szene, Weltmusik, Wiener Lied, Kinderprogramme)
  • Festivalprojekte und Schwerpunktthema (Von Basis.Kultur.Wien initiierte Projekte wie Musikmarkt, Art 23, Spuren legen, Schul CD etc.)
  • Bezirkspotpourri (Veranstaltungen der Bezirksvorstehungen)


Quellen: 
Helga Maria Wolf. Das neue BrauchBuch. Wien 2000. S. 192
Basis.Kultur.Wien.

Bild: Festival-Programm "Wir sind Wien", 2009