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© Österreichische Post
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Babenberger-Ausstellung in Lilienfeld#

Sonderpostmarke

Am 21. Juli des Jahres 976 hat Kaiser Otto II. in Regensburg dem Kloster Metten bei Deggendorf in Bayern eine Urkunde ausgestellt, in der ein "Marchio Liutpold" genannt wird. Zum erstenmal scheint als Markgraf des später "Ostarrichi" genannten Landes ein Mitglied aus dem Hause der Babenberger auf. Der Markgraf gehörte jenem Geschlecht an, das während einer 270 Jahre dauernden Regierungszeit das Land Österreich zu einem blühenden Herzogtum machte. Die Mark Österreich war im Jahre 976 ein relativ schmaler Streifen Land zwischen Enns und Traisen und reichte um etwa 990 bis zum Wienerwald, wobei Greifenstein der östlichste Ort war. Am nördlichen Donauufer waren bereits einige Stützpunkte vorhanden, wie etwa 995 Krems und 1012 die Gegend von Stockerau. Selbst das Gebiet östlich des Wienerwaldes und der Wiener Raum dürften noch zur Zeit Leopold I.(Liutpold) ein Teil der Mark geworden sein. In dieser Gründungsphase des 11. und teilweise 12. Jahrhunderts erfolgte die Ausübung der Herrschaft durch Stützpunkte, diesich bald zu Zentren der Verteidigung, des kirchlichen Lebens, der Gerichtsbarkeit und der Wirtschaft ausbildeten. Die Sonderpostmarke zeigt ein Fenster aus der Leopoldskapelle im Augustinerchorherrenstift Klosterneuburg. Sie wurde anläßlich der niederösterreichischen Jubiläumsausstellung "1000 Jahre Babenberger in Österreich" herausgegeben. Auf dem Glasgemälde ist der Babenbergerherzog Heinrich II. mit dem Beinamen Jasomirgott, der von 1141 bis 1177 regierte und 1156 erster Herzog von Österreich wurde, zu sehen.