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Europa-CEPT 1978#

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Das Markenbild zeigt die Riegersburg in der Steiermark. Sie ist eines der bedeutendsten geschichtlichen Denkmäler dieses österreichischen Bundeslandes. Schon in vorgeschichtlicher Zeit legten Menschen auf dem Burgberg eine Siedlung an. Durch die Jahrhunderte war dieser Ort in der Oststeiermark Zufluchtsstätte der hier ansässigen Bevölkerung. Die ersten urkundlichen Erwähnungen der Riegersburg beziehen sich auf die Jahre von 1142 bis 1185. In der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts wurde aufgrund von Auseinandersetzungen mit den ungarischen Nachbarn die Errichtung von Burgenbauten in diesem Gebiet notwendig. Aus diesem Grund entstand auch die Riegersburg. Sie war der Mittelpunkt einer der Ursprungspfarren des Landes, ihr Distrikt bildet heute mit acht Pfarren den größten der Steiermark. Die älteste Kirche, St. Magdalena aus dem 12. Jahrhundert, befand sich im heutigen Hauptpfarrhof am Ostrand des Burgberges. Die heutige Pfarrkirche, ein wuchtiger gotischer Bau, entstand erst im ausgehenden Mittelalter, als die kleine Burguntersiedlung langsam marktähnliche Formen annahm. Unter Erasmus von Stadl begann der neuzeitliche Umbau der Burg zum Burgschloss (um 1575). Das heutige Erscheinungsbild der Riegersburg als prachtvolles Renaissanceschloss ist Katharina Elisabeth Freiin von Galler zu verdanken. Sie trat 1648 ihr Erbe an und baute die Riegersburg in ihrer heute charakteristischen Form aus.