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10. Weltkongreß der Internationalen Diabetes Federation#

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Die Geschichte der Internationalen Diabetes Federation (IDF) begann im Jahre 1949. Im Juni dieses Jahres wurde das erste internationale Symposium über Diabetes in Brüssel abgehalten. Schon im folgenden Jahr wurde eine weitere derartige Tagung in Amsterdamabgehalten, wobei die Entscheidung getroffen wurde, die IDF ins Leben zu rufen. Diabetes mellitus ist eine der ältesten bekannten Krankheiten. Trotzdem gelang erst 1889 der erste größere Durchbruch auf dem Weg zu einer wirkungsvollen Behandlung. In diesem Jahr entfernte der Deutsche Oskar Minkowski bei einem Hund die Bauchspeicheldrüse, was überraschend zu Diabetes führte. So konnte nachgewiesen werden, daß die Bauchspeicheldrüse eine Hauptrolle bei der Entstehung dieser Krankheit spielt. Im Jahr 1921 wurde das Insulin, ein Hormon der Bauchspeicheldrüse, entdeckt. Ab 1923 war damit eine Insulintherapie für Diabetiker generell möglich. In den Jahren 1950 bis 1960 wurden die oralen Antidiabetika in die Behandlung von Diabetes eingeführt. Zu den ersten Beschlüssen des IDF zählte die Einführung eines internationalen Kongresses über Diabetes. Der 10. Weltkongreß fand von 9. bis 14. September 1979 in Wien statt. Das Markenmotiv zeigt schematisch und symbolisch das Auge eines schlecht eingestellten Diabetikers mit den Gefäßen des Augenhintergrundes.


1923 erhielt der Kanadier Frederic Benting den Nobelpreis für die Entdeckung des Insulins. Er spendete diesen zur Gänze, damit möglichst viele Patienten mit Insulin versorgt werden konnten. Benting hätte sich eine Erwähnung verdient. LG

-- Glaubauf Karl, Donnerstag, 28. Juli 2011, 23:31