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100. Todestag von Fanny Elßler#

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Die berühmte Wiener Tänzerin Fanny Elßler wurde am 23. Juni 1810 geboren. Zusammen mit ihren Schwestern Anna und Therese besuchte sie schon bald das Kinderballett im Theater an der Wien. Intrigen führten aber schon bald zur Auflösung dieser Kindertanzgruppe. Die kleinen Tänzer und Tänzerinnen wurden daraufhin im k.k. Kärntnertortheater aufgenommen. So auch Fanny Elßler, die dort in der Folge bei Ballettmeister Aumer im französischen Tanzstil unterrichtet wurde. In der italienischen Ballettechnik konnten sich Fanny und ihre Schwester Therese in Neapel verbessern. Es folgten Gastspielreisen, die Fanny Elßler vorerst an das Hoftheater nach Berlin und später nach Hamburg, London, Brüssel und Paris führte. Dort feierte sie vor allem als Vertreterin des Volkstanzes, den sie in verfeinerter und kunstvoller Form auf die Bühne brachte, überwältigende Erfolge. Zu ihrem charakteristischen Tanzstil kam vor allem ein für ihren Erfolg wesentliches Element, ihre ausgeprägt Mimik.Nächste Station in der Karriere der Tänzerin war eine Amerikatournee, die sie über zwei Jahre durch die Vereinigten Staaten führte und sie weltberühmt machte. Als sie nach Europa zurückkehrte, begeisterte sie noch viele Jahre das Publikum in allen Städten der Alten Welt. An ihrem einundvierzigsten Geburtstag trat sie, im Vollbesitz ihrer künstlerischen Qualitäten, von der Bühne ab. Fannys Kunst umspannte das klassische Ballett (La Sylphide, Giselle) und den Volkstanz (Cracovienne, Cachucha). Beides brachte sie mit beseelter Mimik und temperamentvollem Ausdruck zur Darstellung. Mit Fannys Wirken in Amerika begann die Entwicklung des Theatertanzes in der neuen Welt. Das Markenmotiv zeigt die Tänzerin bei ihrem berühmtesten Tanz, der Cachucha. Sie starb am 27. November 1884 in Wien.