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100. Todestag von Johann Gregor Mendel#

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Der Begründer der wissenschaftlichen Vererbungslehre (Genetik), Johann Gregor Mendel, wurde am 22. Juli 1822 in Heinzendorf, im ehemaligen Österreichisch-Schlesien, geboren. Im Alter von 22 Jahren trat er nach seiner Matura in das dortige Augustinerkloster ein. Nach Abschluß seiner geistlichen Studien im Jahre 1847 erhielt er die Priesterweihe und den Ordensnamen "Gregor". Im Jahre 1851 wurde er von seinem Abt nach Wien an die Universität geschickt, um dort Naturwissenschaft und Mathematik zu studieren. Er befaßte sich in der Folge experimentell mit Pflanzen und Tieren und hier besonders mit Fragen der Vererbung. Nach achtjähriger Forschung konnte er 1868 die Untersuchungen in diesem Bereich erfolgreich abschließen. Mendel legte darin für die Vererbung drei Gesetzmäßigkeiten fest: Die Uniformitätsregel, die Spaltungsregel und die Unabhängigkeitsregel. Bereits im Jahre 1865 hielt er im "Naturforschenden Verein in Brünn" einen Vortrag über die Ergebnisse seiner "Versuche mit Pflanzenhybriden", der auch veröffentlicht wurde. Mendels Arbeiten waren bereits zu Lebzeiten weithin bekannt. Trotzdem gerieten sie durch das Unverständnis seiner Zeit wieder in Vergessenheit. Erst im Jahre 1900 wurde die Tragweite seiner Forschungsergebnisse erkannt und damit die Basis für die rasante Entwicklung der Genetik in unseren Tagen gelegt. Mendel starb im Alter von 62 Jahren.