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125. Geburtstag von Alfred Kubin#

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Alfred Kubin wurde 1877 in Leitmeritz, heute Tschechische Republik, geboren, arbeitete als Graphiker, Maler und Schriftsteller. Im Alter von 10 Jahren verlor er seine Mutter, wodurch er möglicher Weise im Gymnasium versagte, auch in der Lehre bei einem Photographen ging es ihm nicht viel besser. Das Befassen mit philosophischer Literatur und Hypnose zerrütteten ihn nervlich dermaßen, dass er am Grab seiner Mutter in Zell am See einen Selbstmordversuch unternahm. Seine Ausbildung zum Maler und Graphiker hat Kubin an der Kunstschule Schmitt-Reute und der Akademie in München erworben. Er kaufte 1906 ein Landhaus in Zwickledt, Gemeinde Wernstein, Innviertel, wo auch ein großer Teil seiner phantasievollen Werke entstand, die seine vielfältige Befassung mit dem Okkultismus, dem Unheimlichen und Grausamen wiederspiegeln. Eine besondere Vorliebe hatte er für Federzeichnungen, die er gelegentlich auch mit Wasserfarben kolorierte. Nach dem Tode Kubins im Jahre 1959 wurden aus dem Nachlass die vorgefundenen Entwürfe, Buchillustrationen und Bilderfolgen dem Oberösterreichischen Landesmuseum übergeben, die Graphische Sammlung Albertina erhielt Einzelzeichnungen und graphische Blätter. Das Haus im oberösterreichischen Zwickledt ging an das Land Oberösterreich, das dort das Leben des Künstlers in seiner Abgeschiedenheit museal dokumentiert. Für den Entwurf der Rastertiefdruckmarke diente Maria Siegl die Federzeichnung "Der 80. Geburtstag - dem Marianneum - 1957" aus der o.ö. Landergalerie als Vorlage. Kubin hat sich selbst in das Bild integriert, es war sein eigener 80. Geburtstag.