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Tag der Frau#

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1909 wurde in allen Teilen der Vereinigten Staaten in Übereinstimmung mit einer Deklaration der Sozialistischen Partei Amerikas erstmals ein nationaler "Tag der Frau" begangen. 1911 gab es auch schon in Dänemark, Deutschland und der Schweiz einen internationalen Frauentag. Neben dem Wahlrecht wurde die Anerkennung eines Anspruchs auf öffentliche Ämter, das Recht auf Berufsausbildung und auf Arbeit wie auch das Ende der Diskriminierung am Arbeitsplatz verlangt. In der Charta der Vereinten Nationen ist zum ersten Mal die Gleichberechtigung der Geschlechter als grundlegendes Menschenrecht proklamiert. Seither haben die UN eine Vielzahl von Normen zur Förderung der Gleichbehandlung der Frau geschaffen. Es ist erschütternd, wie wenig davon nicht einmal in der westlichen Welt wirklich umgesetzt wurde, von den "Gepflogenheiten" in Afghanistan und ähnlichen Ländern zunächst einmal ganz abgesehen. Allein eine echte gesellschaftliche Gleichstellung (Frauenminister??!) und ein voller Ausgleich für's Kinderkriegen und -großziehen, wie es ansatzweise die Anrechnung der Kinderjahre für eine Pension ist, würden dem Ziel näherkommen. Auf der Marke ist das Bild "Woman Power" von Maria Lassnig aus dem Jahre 1979 wiedergegeben. Die heute 83-jährige Malerin und Graphikerin studierte an der Wiener Akademie für bildende Künste bei Albert Paris Gütersloh, lebte von 1961-80 in Paris und New York und beschäftigte sich seit 1970 auch mit dem Animationsfilm. Sie lehrte ab 1980 Malerei und Zeichentrickfilm an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien.