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Tierschutz - Feuersalamander und Flusskrebs#

Selbstklebemarken

Der Lebensraum des Feuersalamanders (Salamandra salamandra) reicht von Norddeutschland über die Karpaten bis in die Ukraine und Rumänien, über Bulgarien bis nach Griechenland und zur Iberischen Halbinsel. So auffällig sein Erscheinungsbild - so verborgen ist das Dasein, das er führt: In Nischen von Höhlen, unter totem Holz und flachen Steinen, zwischen Felsblöcken und unter Baumwurzeln oder im Lückensystem des Bodens. Den vorwiegend nachtaktiven Salamander findet man tagsüber lediglich nach oder während starker Regenfälle. Unter den einheimischen Amphibien ist der Feuersalamander jene Art mit der engsten Bindung an den Lebensraum Wald. Ausgewachsene mitteleuropäische Exemplare erreichen eine Körperlänge von bis zu 23 Zentimetern und ein Körpergewicht von etwa 40 Gramm. Die glatte, tiefschwarze Haut wird auf dem Rücken durch ein gelbes, gelegentlich auch orangefarbenes bis rotes Zeichnungsmuster aus Punkten und Linien unterbrochen. Wie bei anderen Amphibienarten können auch beim Feuersalamander vorherrschende Umweltfaktoren die Intensität der Körperfärbung beeinflussen. Aufgrund seines unverwechselbaren Aussehens ist der Feuersalamander dem Menschen seit langer Zeit sehr vertraut. Dieser Bekanntheitsgrad war nicht immer zu seinem Vorteil. In früheren Jahrhunderten glaubte man, dass seine Hautsekrete nicht nur todbringend giftig seien, sondern auch imstande wären, Brände zu löschen. Entsprechend reagierten die Menschen und warfen die Tiere ins Feuer; darauf geht auch der Name zurück. Erst gegen Mitte des 18. Jahrhunderts wurden Amphibien und Reptilien von negativer Symbolik, Magie und Aberglauben befreit. Der Flusskrebs (Astacus astacus) zeichnet sich durch seine typische Gliederung des Körpers in Kopf-Brust-Bereich und Hinterleib aus. Beides wird von einem dicken Panzer bedeckt. Am Vorderkörper sitzen fünf Beinpaare, das vorderste ist zu großen Scheren umgebildet. Die restlichen dienen als Laufbeine, an denen Kiemen hängen, mit denen das Tier atmet. Flusskrebse sind dämmerungs- und nachtaktiv. Als Einzelgänger scheuen sie nicht davor zurück, durch Häutung vorübergehend schutzlos gewordene Artgenossen zu fressen. Mit ihren großen Scheren packen sie die Beute, die kleineren Scheren des zweiten und dritten Laufbeinpaares zerteilen sie und führen sie zum Mund. Flusskrebse sind Allesfresser: Sie fangen Wasserinsekten, Würmer, Molche, Frösche, Schnecken und Muscheln. Leichter als gesunde Tiere sind kranke Fische und Aas zu bekommen . sie stehen deshalb häufiger auf ihrem Speiseplan. Aber auch Wasserpflanzen, Laub, Algen und modriges Holz werden von ihnen gefressen. Paarungszeit ist von Oktober bis November. Nach einer rüden Begattung durch das Männchen (bei dem Weibchen werden, auf dem Rücken liegend, Samenpakete nahe der Geschlechtsöffnung deponiert) klebt sich das Weibchen die befruchteten Eier an die Gliedmaßen des Hinterleibs und trägt sie etwa ein halbes Jahr mit sich. Erst gegen Mai bis Juni schlüpfen die Larven, die sich nur in Größe und Proportionen der Gliedmaßen von erwachsenen Tieren unterscheiden. Etwa zehn Tage lang klammern sich die kleinen Krebse am Muttertier fest, erst dann lassen sie los und beginnen ein selbständiges Dasein - allerdings überleben nur etwa zehn bis zwanzig Prozent.