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Briefmarke, 220. Todestag von Mozart
© Österreichische Post

220. Todestag von Wolfgang Amadeus Mozart#

Sonderpostmarke

"Er war wohl das umfassendste musikalische Genie aller Zeiten", schrieb Kurt Pahlen über Wolfgang Amadeus Mozart ("Sinfonie der Welt", Schweizer Verlagshaus, Zürich 1978). "Es hat keinen Meister gegeben, der mit gleicher Vollendung Opern und Oratorien, Sinfonien und Serenaden, Sonaten und Lieder, Quartette und Chöre, Messen und Divertimenti geschrieben hätte." – Eine Meinung, die der österreichische Dirigent und Musikwissenschafter zweifellos mit zahlreichen anderen Experten teilt. Nach dem fulminanten „Mozart-Jahr“ 2006 (250. Geburtstag) wird heuer das nächste Jubiläum dieses großen Komponisten gefeiert: Am 5. Dezember jährt sich Mozarts Sterbetag zum 220. Mal. Grund genug für eine neue Sondermarke, deren Motiv von der bekannten Markenkünstlerin Silvia Moucka in zeitgemäßer Weise entworfen wurde. Zu Mozarts letzten Werken und seinem frühen Tod: Nach der Uraufführung von „La clemenza di Tito“ in Prag war Mozart Mitte September 1791 nach Wien zurückgekehrt und hatte sich sofort in die Arbeit für die Uraufführung der „Zauberflöte“ gestürzt. Gleichzeitig hatte er die Motette „Ave verum corpus“ ausgearbeitet und mit der Niederschrift des Requiems (KV 626) begonnen, das er jedoch nicht mehr beenden konnte. Wenige Wochen nach der Uraufführung der „Zauberflöte“ am 30. September 1791 wurde Mozart bettlägerig, am 5. Dezember um 1 Uhr früh starb er und wurde am Tag darauf beerdigt – er wurde nicht einmal 36 Jahre alt. In der Folgezeit wurde eine Vielzahl von vermutlichen Todesursachen genannt, darunter „hitziges Frieselfieber“, Rheuma, Syphilis, Trichinen, Nieren- und Herzversagen, Aderlass und Pharyngitis. Die moderne Medizin tendiert indes am ehesten zu einer Infektion mit Streptokokken, die unzulänglich behandelt wurde und somit zu Herz- bzw. Organversagen führte. Er selbst war freilich davon überzeugt, vergiftet worden zu sein, und äußerte sich gegenüber seiner Frau Constanze dazu wenige Wochen vor seinem Tod während eines Besuchs im Prater: „Gewiss, man hat mir Gift gegeben.“ Für einen Giftmord gibt es allerdings keinerlei dokumentierte Anhaltspunkte. Die ersten Legenden zirkulierten bereits kurz nach Mozarts Tod; die wohl bekannteste davon beschuldigte seinen angeblich missgünstigen Kollegen Antonio Salieri.

Beigesetzt wurde das Musikgenie in einem allgemeinen Grab am Sankt Marxer Friedhof in Wien. 1855 wurde der Standort seines Grabes so gut wie möglich bestimmt und 1859 an der vermuteten Stelle ein Grabmal errichtet, das später von der Stadt Wien in die Gruppe der Musiker-Ehrengräber am Zentralfriedhof übertragen wurde. Gedenkstätten in Salzburg, Wien und vielen anderen Städten erinnern auch heute noch an den genialen Komponisten.