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Briefmarke, Sportvereinigung Ried im Innkreis
© Österreichische Post

100 Jahre Sportvereinigung Ried im Innkreis#

Sonderpostmarke#

Ein traditionsreicher österreichischer Fußballklub, die Sportvereinigung Ried, feiert heuer das 100-jährige Bestandsjubiläum. Die vorliegende, von Herbert Gruber entworfene Sondermarke begleitet die Jahrhundertfeierlichkeiten des oberösterreichischen Sportvereins auf philatelistisch ansprechende Weise. Zur Geschichte: Die SV Ried wurde im Jahre 1912 gegründet und spielte bis 1955, unterbrochen nur durch die beiden Weltkriege, in den untersten oberösterreichischen Ligen, der 1. und 2. Klasse. 1919 wurde der Verein in SV Germania Ried umbenannt, wenig später aber wieder rückgängig gemacht. Viele Jahre danach, 1955, gelang der Aufstieg in die Landesliga, von der man jedoch nach vier Spielsaisonen wieder in die 1. Klasse West abstieg. 1962 gelang der neuerliche Aufstieg in die mittlerweile eingeführte Bezirksliga, 1970 sogar in die 2. Landesliga, wo man bis zur Aufnahme in die 1. Landesliga im Jahr 1976 stets erfolgreich spielte und nie schlechter als Fünfter wurde. Ein ganz besonderes Jahr in der Geschichte des Vereins war 1991: Als neuer Landesmeister krönte die SV Ried ihre Saison mit dem Aufstieg in die 2. Division. Nach vier Jahren in ebendieser Spielklasse gelang als Zweitplatzierter über die Relegationsrunde im Juni 1995 sogar der Aufstieg in die höchste Liga Österreichs – in den Medien sprach man vom „Fußballwunder Ried". Die nächsten Jahre, bis 2003, spielte der Klub mit den schwarz-grünen Vereinsfarben in der obersten österreichischen Spielklasse, 1998 feierte man als ÖFB-Cupsieger im Wiener Hanappi-Stadion einen unvergesslichen Triumph. 2003 verlor die SV Ried nach einem kuriosen Finish zwar ihren Platz in der 1. Division, erhielt aber einige Monate später mit dem Fill Metallbau Stadion – der heutigen „Keine Sorgen Arena“ – ein neues bundesligataugliches Stadion, welches 7.680 Zusehern Platz bietet. Am 24. Mai 2005 fixierte der Verein in der vorletzten Runde der Meisterschaft den Wiederaufstieg in die Bundesliga, darüber hinaus gelang Ried mit 77 Punkten ein neuer Rekord in der 1. Liga. In der Saison 2010/2011 erreichte der oberösterreichische Fußballklub den Herbstmeistertitel der Bundesliga, zwei Wochen später wurde der inoffizielle Titel des „Winterkönigs“ fixiert. In der Sommersaison konnten die Spieler nicht ganz an die vergangenen Leistungen anknüpfen und belegten in der Abschlusstabelle den vierten Platz. Absoluter Saisonhöhepunkt war jedoch der zweite Cupsieg: Nachdem sie im Viertelfinale den späteren Meister Sturm Graz und im Halbfinale Rapid besiegt hatten, gewannen die Rieder das Finale im Ernst-Happel-Stadion mit 2:0 gegen Austria Lustenau.