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Das Ei#

von Peter Diem

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Das Ei als Ursymbol ist das Sinnbild des Uranfanges, der Keimkraft. Als von einer Schale umschlossene Ganzheit signalisiert es die von Beginn aus vorgeplante Schöpfung. Für die Alchimie ist das Ei die philosophische Urmaterie, die sich später zum Stein der Weisen wandeln soll. In seiner Zerbrechlichkeit ist das Ei ein Frühlingssymbol, also ein Sinnbild für das Werden, nicht das Sein.

Wenn man die Entwicklung der Parteisymbole Österreichs betrachtet, so fällt dabei das sogenannte "Kraftei", das von der ÖVP gewählte elliptische Symbol, auf. Es zeigt auf rotem Grund eine weiße gestürzte Spitze - Sinnbild für das „V" der Volkspartei und das Weiß des österreichischen Bindenschildes.

Anlässlich der Aufgabe des jahrzehntelangen Parteisitzes im Palais Todesco in der Wiener Kärntnerstraße wurde 1993 die starke rot-weiß-rot-Verteilung dieses Symbols durch eine deutlich schwächere Form ersetzt - ein aus neun schmalen roten Streifen (angeblich Symbolen der Bundesländer) zusammengesetztes „V".

Der zur Zeit verwendete ÖVP-Logo vereinigt in Dunkelblau den weißen Schriftzug "ÖVP" mit der österreichischen Nationalflagge:

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Vergleiche auch die Beiträge "Arbeiterbewegung" und "Parteisymbole"